Kaufbeuren
«Lernprozess für alle»

«Bürger für Neubürger - Integration durch Partnerschaft» - so lautet der Titel eines dreijährigen Projektes des Erziehungs- und Jugendhilfeverbundes (EJV) Kaufbeuren der Katholischen Jugendfürsorge, das mit Mitteln des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gefördert wurde. Nach dreijähriger Laufzeit liegt nun der Abschlussbericht vor.

«Es war ein sehr spannender und intensiver Lernprozess für alle, für uns Einheimische wie für die Neubürger», lautet das Fazit von Diplom-Sozialpädagoge Martin Sirch, der neben Lehrerin Ludmilla Peil und Erzieher Otto Jira an dem Projekt mitgearbeitet hatte. Hinzu kamen 50 ehrenamtliche Mitarbeitende, zudem trugen zahlreiche Kooperationspartner wie die Stadt Kaufbeuren, Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden und Sportvereine zum Gelingen des Projektes bei.

Ziele des Vorhabens waren unter anderem, Migranten und Einheimische in Kontakt zu bringen und Migranten sicherer in der Sprache zu machen, ihnen den Einstieg ins gesellschaftliche Leben zu ermöglichen und sie bei der Gestaltung ihres Lebens zu unterstützen.

Einheimische sollten zudem ihre Hemmungen und Vorbehalte gegenüber Bürgern mit Migrationshintergrund überwinden und gemeinsam mit den Neubürgern Möglichkeiten der Begegnung schaffen und gestalten. «Erfolgreiche Integration beruht immer auf Beziehungen zwischen Menschen», nennt Sirch ein Leitmotiv der Arbeit. «Deswegen haben wir immer wieder Möglichkeiten der Begegnung initiiert.»

Dies geschah etwa bei Begegnungsfesten im Stadtteil, bei Familienausflügen, Gesprächskreisen «Deutsch mit Migranten», im interkulturellen Jugend-Treff Sonnenhöhe oder im interkulturellen Elternkurs «Fit for Kids». Eine nachhaltige Wirkung des Projektes ist die zunehmende Verselbstständigung der Neubürger, die begleitet wurden und nun selbstverständlich etwa an Veranstaltungen im Stadtteil teilnehmen und dabei mitwirken oder auch die Angebote der Sozialdienste anfragen.

«Das ist ein sichtbares Zeichen für gelungene Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben», so Sirch.

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