Leoparden zeigen in Klostersee ihre Krallen

Von Dieter Grimmer | Füssen Dank einer hervorragenden Leistung von Torwart André Irrgang, der als bester Füssener ausgewählt wurde, sowie eines starken letzten Drittels kam der EV Füssen nach einem 1:3-Rückstand noch zu einem 4:5 (2:0, 1:1, 1:4)-Auswärtssieg. Mit dem jetzt 4. Tabellenplatz bei einem Spiel weniger kam er auch den Play-offs einen Schritt näher.

Die ersten fünf Minuten gehörten im Grafinger Stadion den Leoparden. Sie erspielten sich eine Torchance nach der anderen. Ruslan Bezshchasnyy war noch nach dem Spiel ziemlich sauer, da ein von ihm erzielter Treffer keine Anerkennung fand.

Nach fünf Minuten riss plötzlich der Faden und Klostersee tauchte immer gefährlicher vor Irrgang auf. Der Füssener Keeper blieb aber bis zur 8. Minute Sieger. Dann passte das Füssener Team hinten nicht auf, und schon stand es 1:0 durch Jonathan Hobson. Nun setzte das 'Strafenszenario erster Teil' ein, wobei die Gastgeber die zweite Strafzeit gegen Füssen zur 2:0-Führung nutzten. Die Füssener reklamierten zwar heftig, da plötzlich ein Tennisball neben der Scheibe lag, was aber den Schiedsrichter nicht weiter störte.

Nach der Pause breitete sich unter den zirka 40 bis 50 Füssener Fans Unruhe aus: Kapitän Eric Nadeau konnte nicht mehr spielen. Ursache waren die Folgen eines Kopfchecks vom Freitagspiel. Auf Zuspiel von Torwart Andrè Irrgang und Andrej Naumann überraschte in der 24. Minute Nick Anderson den verblüfften Torwart Florian Hochhäuser nach einem sehenswerten Solo mit dem Anschlusstreffer. Eine Minute später musste erst ein Linienrichter den Hauptschiedsrichter auf ein übles Foul gegen Ruslan Bezshchasnyy (Check von hinten gegen die Bande) aufmerksam machen, das dann nur mit zwei Minuten geahndet wurde. Sie brachten nichts ein, da Szenario Teil zwei folgte. Die Hausherren nutzten die dritte Strafe in der 35. Minute zum 3:1 durch Wieser. Dieses Tor brachte Tom Fiedler einen 'Zehner' ein, da Hauptschiedsrichter Zehetleitner (EC Oberstdorf) dessen schnoddrige 'Berliner Schnauze' wohl nicht gefiel. Das beidseitige Strafenfestival blieb bis zur zweiten Pause ohne Folgen.

Glückstor von Festerling

Mit einem Kracher begann der letzte Abschnitt. Henri Virta gelang nach nur 18 Sekunden auf Zuspiel von Garrett Festerling und Ruslan Bezshchasnyy der Anschlusstreffer. Sekunden später trat Szenario Teil drei mit einem weiteren 'Zehner' gegen Markus Vaitl in Kraft, eine Minute später bekam dies auch Petr Zajonc zu spüren. Ein Glückstor von Festerling brachte in der 46. Minute den Ausgleich. Dann kam der entscheidende Teil des Spiels, als zwei Füssener gleichzeitig die Strafbank drücken mussten. Hier brachten die Grafinger nichts zustande, im Übrigen war Irrgang in bester Verfassung. Der Kampf der Mannschaft wurde durch Nick Anderson (Bezshchasnyy, Virta) belohnt, als er nach einem sehr guten Überzahlspiel in der 55. Minute den Führungstreffer erzielte.

Offener Schlagabtausch

Trainer Dave Rich nahm sofort eine Auszeit, um der Mannschaft eine zusätzliche Atempause zu verschaffen. Der offene Schlagabtausch war nicht mehr zu übertreffen. Klostersees Trainer John Samanski setzte alles auf eine Karte. Er nahm ebenfalls eine Auszeit und den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Doch nach nur 32 Sekunden war Nick Anderson mit seinem dritten Tor zum 3:5 erfolgreich. Nach nur 20 Sekunden verkürzte Rudolf Lorenz auf 4:5.

Die letzten Sekunden waren Dramatik pur: Jetzt bekam Anderson auch noch zwei+10 Minuten wegen Spielverzögerung aufgebrummt. Doch das Bollwerk Irrgang & Co. hielt. Den Schlusspunkt setzte wiederum der Hauptschiedsrichter nach Ende der Partie, als er sowohl Vaclav Ruprecht vom EHC als auch Bindl vom EVF noch 2+10 Minuten aufbrummte.

Das nächste Spiel des EV Füssen ist das Nachholspiel am kommenden Freitag in Bad Nauheim um 19.30 Uhr.

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