Arbeitsagentur
Leiter legt Bilanz für 2010 vor - Arbeitslosigkeit kontinuierlich gesunken

Peter Rasmussen schaut «zuversichtlich in die Zukunft». Das hat der Leiter der Arbeitsagentur Memmingen gestern bei einer Pressekonferenz betont. Dabei ging es nicht nur um einen Ausblick für das Jahr 2011, sondern auch um die Bilanz für 2010 (siehe auch Grafik).

«Der Arbeitsmarkt hat sich im zurückliegenden Jahr beeindruckend schnell aus der Krise herausgearbeitet», bilanzierte Rasmussen, «so schnell wie der Einbruch 2009 gekommen war, so rasch erfolgte die Erholung im vergangenen Jahr.» Der Agenturchef nannte folgende Zahlen für den gesamten Bezirk der Memminger Arbeitsagentur, zu dem auch die Bereiche Günzburg, Illertissen, Mindelheim und Neu-Ulm gehören: Zum Jahresbeginn 2010 waren dort rund 12250 Männer und Frauen arbeitslos. Im Verlauf des Jahres sei diese Zahl jedoch stark zurückgegangen - auf rund 7700 im November. Aufgrund «normaler saisonaler Entwicklungen» sei diese Zahl zum Jahresende noch einmal leicht angestiegen, und zwar auf 8096.

Aktuelle Zahlen zur Kurzarbeit hatte Rasmussen noch nicht vorliegen. Dennoch zeigte er auf, dass die Zahl der Kurzarbeiter im vergangenen Jahr «deutlich geschrumpft» sei. Im Januar 2010 hätten noch 11246 Arbeitnehmer aus 380 Betrieben Kurzarbeitergeld bekommen. Im August seien es dagegen nur noch rund 2000 Männer und Frauen aus 160 Unternehmen gewesen (siehe auch Infokasten).

Zum Vergleich: Den Höchststand hatte die Memminger Arbeitsagentur im Mai 2009 verzeichnet, als sich in ihrem gesamten Zuständigkeitsbereich fast 17000 Arbeitnehmer in Kurzarbeit befanden.

Memminger Quote: 2,8 Prozent

Die Arbeitslosenquote sei im vergangenen Jahr ebenfalls nahezu kontinuierlich gesunken, erläuterte Rasmussen: vom Höchststand im Januar mit 4,9 Prozent auf zuletzt 3,2 Prozent. Im Jahresdurchschnitt lag die Quote nach Angaben des Agenturleiters bei 3,7 Prozent (Durchschnitt 2009: 4,1 Prozent).

Peter Rasmussen legte auch aktuelle Zahlen für den Raum Memmingen im Dezember 2010 vor: Hier waren 1650 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag wie schon im November bei 2,8 Prozent. Das Landratsamt Unterallgäu hat gestern ebenfalls Zahlen veröffentlicht: Im Landkreis habe die Quote zum Jahresschluss 2,5 Prozent betragen, im Jahresdurchschnitt 2,9 Prozent.

Rasmussen fasste zusammen: Jüngere Arbeitnehmer hätten stärker vom Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt profitiert als ältere. Dieser Tendenz müsse man im Rahmen des demographischen Wandels entgegenwirken. Als weitere Herausforderung für die Zukunft nannte er die Fachkräftesicherung.

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