Wald / Obergünzburg
Leidenschaftlich für Bienen im Einsatz

Seit 20 Jahren ist Wendelin März aus Wald Hobbyimker - und feierte heuer seinen größten Erfolg. Zum ersten Mal beteiligte er sich einer Prüfung des Deutschen Imkerbundes, dem er seit knapp 19 Jahren angehört, und erhielt beim Bayerischen Imkertag in Triesdorf gleich den höchsten Titel für seinen Honig: «Gold 1 a». März war nicht der Einzige aus dem mittleren Landkreis, der beim Imkertag geehrt wurde. So erhielt Friedrich Haas aus Obergünzburg Silber für seinen goldgelben Gaumenschmaus.

Nicht nur die Feuchtigkeit des Honigs müsse stimmen, auch die Sauberkeit, Etikettierung und das Gewicht werde bei der Preisverleihung beurteilt, erzählt Wendelin März. Sein Rezept für solch einen guten Honig ist das späte Schleudern. «Nicht zu früh schleudern, sonst hast du zu viel Feuchtigkeit.» Denn je trockener, desto haltbarer sei der gelbe Gaumenschmaus.

Ein normaler Honig hält zwei bis drei Jahre. Sein «Gold 1 a»-Honig sei sicherlich auch noch nach fünf Jahren genießbar, ist der Hobbyimker überzeugt. Wichtig sei auch, dass «der Honig gut abgeschöpft wird und bläschenfrei ist». Diese Arbeit erledigt seine Frau Senzi. «Ohne sie ginge es nicht», lächelt Wendelin März.

Ob man von einer Biene gestochen wird, liege zu 90 Prozent an der Witterung und am Sternzeichen. «Beim Zeichen Schütze und schwülem Wetter ist was los», weiß der Hobbyimker aus eigener Erfahrung. Jeden Abend sieht März nach seinen Bienen. Alle acht bis neun Tage nimmt er eine Schwarmkontrolle vor. «Dann gibts jedes Mal fünf bis sechs Stiche», erzählt er. Er hat sich im Laufe der Jahre daran gewöhnt.

Seine weitere Leidenschaft hängt auch mit den Bienen zusammen, besser: mit einem zweiten Produkt der Bienen, dem Wachs. Zahlreiche Kerzen - Vater-Unser-Kerze, Walder Dorfkerze, Teelichter und verschiedene Tisch- und Schwimmkerzen - aber auch Madonna und Engel stellt er mit viel Liebe her. In jeder Ecke seiner Wohnung sind die Prunkstücke zu bewundern.

Auch auf dem Adventsmarkt in Wald ist Wendelin März mit seinen Bienenerzeugnissen wieder vertreten. Er ist stolz auf seinen Stamm an Kunden und auf das Vertrauen, das sie ihm entgegenbringen.

Nachwuchs fehlt

Allerdings bedauert er: «Es ist schade, dass so wenig dem interessanten Hobby nachgehen.» Deshalb hofft der Walder auf Nachwuchsimker. Wegbegleitend für Wendelin März ist folgender Ausspruch: «Willst du die größten Wunder sehen, bleib vor dem Bienenvolke stehen, geh dann durch Feld und Flur und preis den Schöpfer der Natur.»

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