Allgäu
Leicht, beweglich, umweltfreundlich

«Man muss schon einmal selbst geflogen sein, um mitreden zu können», sagt Fluglehrer Ralf Antz. Gesagt, getan - schon befinden wir uns in einer Gondel Richtung Bergstation. Unser Gleitschirmflug ist einer von 3000 Flügen bei der «Free Flight Tegelberg» am Wochenende in Schwangau. 70 Aussteller präsentieren etwa 10000 Besuchern die neuesten Trends rund ums Gleitschirm-, Drachen- und Ultraleichtfliegen.

«Wir wollen wieder leichtere Schirme - also zurück zu unseren Wurzeln», sagt Ralf Antz. Wandern und Fliegen sei «in», erklärt der Fluglehrer von der Gleitschirm-Schule in Rieden am Forggensee nach der Landung beim Messerundgang. Am besten mit der Ausrüstung auf dem Rücken zu Fuß den Berg hoch - runter geht es mit dem Schirm. Antz gefällt die Messe: «Eine Insidermesse, 90 Prozent sind Flieger», sagt er. Sicher sind dieses Wochenende auch zahlreiche Schaulustige angereist, die die Flugvorführungen und waghalsigen Sprünge der «Acropiloten» - das sind Gleitschirmakrobaten - bewundern oder aber das sonstige Rahmenprogramm.

Auch beim motorisierten Flug gibt es Fortschritte: «Mittlerweile ist mit den neuen Elektromotoren ein einstündiger Flug drin», sagt Dominik Hörburger am Stand der Allgäuer Flugschule. 6000 bis 12000 Euro kostet so etwas - je nach Modell und Akkukapazität. «Das ist die Zukunft. Wie bei Autos ist auch hier die Zeit der Verbrennungsmotoren bald vorbei», hofft Hörburger. Leise und umweltfreundlich heißt das Motto - «und», erklärt Fluglehrer Antz, «wir hoffen mit dieser Technik mehr Landeplätze genehmigt zu bekommen». Derzeit würden dies Behörden oft aus Lärmschutzgründen ablehnen.

Alles in allem gehe der fliegerische Trend Richtung «leicht, beweglich und umweltfreundlich», so Antzs Resümee. Karl Slezak, Sicherheitsreferent vom deutschen Hängegleiterverband hat einen weiteren Trend ausgemacht: «Seit einiger Zeit geht die Entwicklung vom sportlichen zum sicheren Schirm», sagt er.

Für die Messe gibt es nicht nur von Fluglehrer Antz und Sicherheitsreferent Slezak, sondern auch von den Besuchern viel Lob: Das Messegelände liege nah am Berg, so könne die Ausrüstung gleich getestet werden.

Gutes Wetter, tolle Stimmung - kurzum «sensationell», zieht Organisator Benno Osowski Bilanz.

Er hofft auf eine Neuauflage: «Das hat auf alle Fälle Zukunft hier am Tegelberg», sagt er und will voraussichtlich wieder mithilfe der Gemeinde Schwangau, der Tegelbergbahn und dem EWR nächstes oder übernächstes Jahr eine Neuauflage der Messe.

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