Ausbildung
Lehrlingsfrisieren in Kaufbeuren - 50 Auszubildende zeigen ihr Können

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Ihrer Kreativität freien Lauf ließen die Friseurlehrlinge aus der Region beim 60. Lehrlingsfrisieren der Friseurinnung Kaufbeuren-Ostallgäu. Und die Jury war vom Ergebnis hellauf begeistert. Innungs-Obermeisterin Sandra Gareiß appellierte an die Auszubildenden, weiterzumachen und sich auch an den Schwäbischen Meisterschaften zu beteiligen.

Erstmals fand das Lehrlingsfrisieren in der Berufsschule in Kaufbeuren statt, deren Lehrerinnen bei der Organisation mithalfen. 'Die bekannten Räumlichkeiten sollten den Auszubildenden etwas die Nervosität nehmen', erzählte die Obermeisterin. Auch hatte Carolin Höllerer, im Innungsvorstand für die Frisurenmode zuständig, mit den Lehrlingen zwei Tage lang trainiert.

Da sich die Lehrlinge immer seltener freiwillig zu solchen Wettbewerben melden, machen manche Ausbildungsbetriebe die Teilnahme am Lehrlingsfrisieren bereits zur Pflicht.

So erzählte Melanie Hoffmann aus Marktoberdorf, dass die Teilnahmepflicht bei ihr sogar bereits im Lehrvertrag verankert ist. Doch findet sie selbst auch, dass der Wettbewerb eine gute Übung für die Ausbildung sei.

50 Lehrlinge vom 1. bis zum 3. Lehrjahr hatten sich angemeldet. Je nach Lehrjahr maßen sie sich im Legen einer Föhnfrisur oder im Schneiden und Frisieren – wobei im dritten Lehrjahr jeweils mit verkürzter Zeit gearbeitet wurde. In der Sparte Kosmetik war ein Abend-Make-up aufzulegen.

Die ersten drei eines jeden Lehr-jahres und einer jeden Sparte erhielten einen Pokal. Sonst gab es neben den Urkunden noch Sachpreise. Die Gesamtsiegerin eines jeden Lehrjahres in allen drei Sparten Damen, Herren und Kosmetik erhielten einen weiteren Pokal sowie vom Haus des Handwerks einen Geldpreis in Höhe von 100 Euro.

Am meisten Anmeldungen verzeichnete jedoch der Wettbewerb 'Color and Style', zu dem sich Lehrlinge aus allen drei Lehrjahren melden konnten. Als Aufgabe hatten die Teilnehmerinnen innerhalb einer Stunde eine kreative Hochsteckfrisur inklusive Abend-Make-up zu kreieren.

Und dabei war die Freude am Beruf bei den Akteurinnen deutlich zu spüren. Da wurden Knoten geschlungen, Zöpfchen geflochten und Locken gelegt, die mit bunten Federchen, Blättern, schillernden Pfauenfedern oder gar mit einem Rehbockgehörn unterstrichen wurden.

Dazu kam noch das zu Typ und Kleidung passende Make-up. Die fünfköpfige Jury hatte es nicht leicht. Um die Auswertung gerechter zu machen, flossen nur drei Urteile in ihr zusammen. Die beste und die schlechteste Bewertung fielen jeweils weg.

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