Besuch
Lehrlinge von Liebherr im Gespräch mit Staatssekretär Kreuzer

Über dem Zugang zur Lehrwerkstatt der Firma Liebherr-Verzahntechnik steht 'Erfolg ersetzt viele Argumente'. Ein Slogan, den nicht nur die Ausbilder verfolgen, sondern der auch von Staatssekretär Thomas Kreuzer bestätigt wurde. Bei seinem Besuch anlässlich des Bayerischen Tags der Ausbildung in der Kemptener Firma lobte er die 'hervorragende und erfolgreiche Ausbildungsarbeit'.

Vor einigen Jahren sei er schon einmal zu Besuch gewesen, seither habe sich einiges verändert. Kreuzer meint damit die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten für Azubis bei Liebherr. Im Sitz in Kempten werden 61 Lehrlinge ausgebildet. Neben ihnen sind 819 Mitarbeiter beschäftigt. "In die Ausbildung wird viel investiert", erzählt Felix Städele.

Der 20-Jährige ist im vierten Lehrjahr zum Elektroniker für Betriebstechnik und findet seine Entscheidung, bei Liebherr in die Lehre zu gehen "perfekt". Als er noch die Realschule besuchte, machte er ein Praktikum und war auf Anhieb begeistert. "Wir setzen viel daran, schon früh den Schülern die verschiedenen Ausbildungsrichtungen zu zeigen", erklärt der gewerbliche Ausbilder Siegfried Nußmann.

Ein Ziel der Firma sei zudem, auch den Mädchen technische Berufe nahezubringen. Monika Haneberg hat gerade mit ihrer Ausbildung zur Industriemechanikerin begonnen. Sie absolvierte im Rahmen des Projektes "Mädchen und Technik" (MUT) ein Praktikum bei Liebherr und hat sich nach ihrem Schulabschluss für eine Ausbildung dort entschieden. Kreuzer findet es wichtig, Mädchen zu unterstützen, technische Berufe zu ergreifen.

Neben vielen Weiterbildungsmöglichkeiten, wie den MUT-Projekten bietet Liebherr auch Zusatzunterricht in Englisch an. "Das ist sehr wichtig, weil Kundenkontakte häufig in Englisch stattfinden", so Personalreferent Hubert Hemmerle. In der Berufsschule müsse die Sprache auch Industriemechanikern gelehrt werden.

Laut Geschäftsführer Friedrich Hesemann scheint die Politik mehr daran interessiert zu sein, dass alle Schüler einen Schulabschluss bekommen als daran, eine Mindestqualität zu erhalten. Das führe dann zu Nachschulungsbedarf in den Unternehmen.

Kreuzer kennt das Problem: Es hänge viel von den familienpolitischen und sozialen Faktoren ab, die oft nicht ausreichend seien. Man brauche mehr pädagogische Unterstützung. Im Bereich der Bildung werde hier einiges getan.

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