Lechbruck
Lechbrucks Musiker lassen aufhorchen

Schwer ins Zeug legten sich die Jugendkapelle und Musikkapelle Lechbruck bei ihrem Jahreskonzert in der Lechhalle. Mit anspruchsvoller Musik und großem Fleiß bescherten sie den anwesenden Musikfreunden einen beachtenswerten Konzertabend und zeigten, was sie drauf haben.

Traditionell begann die Jugendkapelle unter Leitung von Peter Matzneller. Die Musiker aus Lechbruck und Steingaden präsentierten zeitgenössische Musik und moderne Blasmusikliteratur mit Werken wie «Ballets» von Gastoldi, «Big Sky Ouverture» von Philip Sparke, «A Day in Space» von James Curnow oder den Bryan Adams-Erfolgshit «Summer of ´69.» Dass das Nachwuchsorchester schon ganz massiv klingen kann, verwundert nicht, besteht es doch immerhin aus 49 Musikerinnen und Musikern. Das vorhandene musikalische Potenzial der Kapelle zeigte sich während der Vorträge deutlich, die weitere Arbeit im Jugendorchester wird deshalb wohl hauptsächlich aus der Verfeinerung von Dynamik, musikalischem Ausdruck und Interpretation bestehen.

Im nächsten Teil übernahm die Musikkapelle mit ihrem Dirigenten Georg Müller die Bühne. Leichte rhythmische Schwankungen bei «Flashing Winds» waren erkennbar, wurden jedoch schnell beseitigt und ließen ausdrucksstarkes Spiel folgen. Recht experimentell klingt die «Celebration Ouverture» von Jan van der Roost. Der begrenzte Platz auf der Bühne und im Konzertsaal machen den Vortrag zusätzlich zur Herausforderung, was aber nicht der Kapelle, sondern der Komposition mit vielen rhythmischen und metrischen Hürden, zuzuschreiben ist. Die Herausforderung gelang und verschaffte Dirigent und Orchester Anerkennung. In den klassischen Bereich wagte sich die Kapelle mit «Banditenstreiche» von Franz von Suppé. Hier gelangen auch die interessanten, filigranen Stellen sehr gut, gelegentlich etwas hoch angesetztes Forte hatte kaum störenden Einfluss.

«In 80 Tagen um die Welt» eröffnete den letzten Konzertteil. Die Kapelle spielte das Wertungsstück gekonnt und überzeugend. Gut gewähltes Tempo folgte bei «Die glorreichen Sieben» von Elmer Bernstein. Die Musik war dem Original recht gut nachempfunden und geeignet interpretiert. Weitere Filmmusik folgte mit «Dick und Doof», einer sehr witzigen und fröhlichen Komposition, und mit dem «River Kwai Marsch» von Malcom Arnold. Mit der «Tritsch-Tratsch Polka» und dem Marsch «Them Basses» als Zugaben endete ein beachtenswerter Konzertabend mit einem Programm, das - dem wohlverdient reichlichen Applaus zu folgen - in seiner Vielfalt und Abwechslung vom Publikum dankbar angenommen wurde.

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