Klinikum
Lebensqualität bis zuletzt erhalten

Der Aufenthaltsraum ist mit Sitzecke und Büchern ausgestaltet, die Patientenzimmer - soweit es die Klink in Memminger Straße erlaubt - sind freundlich eingerichtet, ein so genannter «Abschiedsraum» bietet die Möglichkeit, alleine Abschied von einem Angehörigen zu nehmen. Und dennoch werden die Schritte von Besuchern schwer, wenn sie im Klinikum Memminger Straße der Weg auf die Palliativstation führt.

Denn dort, auf der Station 9 (Leitung Chefarzt Dr. Otto Prümmer) liegen jene Menschen, die schwerst krank sind, die keine lange Lebenserwartung mehr haben. Dort, auf der Station 9 (angegliedert an die Innere Medizin) sollen die Patienten bis zuletzt ein selbstbestimmtes Leben führen. Dort sollen ihre Schmerzen gelindert werden (wie es die Palliativmedizin besagt).

Doch kann man schmerzfrei sterben? Bei seinem Besuch im Klinikum Kempten-Oberallgäu (wir berichteten) wollte dies CSU-Staatssekretär Dr. Gerd Müller von den Verantwortlichen der Palliativstation wissen. Ein klares Ja kann Oberarzt und Chefarzt-Stellvertreter Dr. Jürgen Gatter dem Politiker nicht geben. «Wir schaffen es zu einem hohen Prozentsatz Zufriedenheit zu erreichten» ist seine Antwort. Augenmaß und hoher zeitlicher Aufwand seien dazu notwendig.

Und da, findet Klinikverbund-Geschäftsführer Andreas Ruland, würde die Palliativ «herausragende Arbeit» leisten. Rund um die Uhr müsse deshalb die Pflege gewährleistet sein, erklärte Stationsleiterin Christa Knedlitschek. Pflege soll rund um die Uhr gewährleistet sein. Wegen der hohen Auslastung (momentan stehen sechs Betten zur Verfügung) stehe man unter großem Druck. Auf keinen Fall, so Ruland, soll denn auch die Palliativstation nach dem Umzug kleiner werden, eher mehr Betten seien nach der Zusammenlegung geplant. Ebenfalls wichtig sei auch künftig der Abschiedsraum, betonte Dr. Sabine Kubuschok.

Klinikintern wünschen sich die Ärzte eine bessere Vernetzung. Intensiviert wurde die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten: Sie sitzen mit in einem «Qualitätszirkel», der sich mit Palliativmedizin befasst. Die Betreuung der Angehörigen ist ein ebenfalls bedeutender Schwerpunkt der Palliativstation. Dort werden auch die weiteren Möglichkeiten, wie Hospiz, vermittelt oder auf ein Angebot hingewiesen, das gut angenommen wird: Der Ambulante Palliativ-Dienst (Bericht folgt). (be)

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