Einzelhandel
Lebensmittel-Anbieter in der Innenstadt Memmingens gesucht

In der Innenstadt haben Verbraucher immer weniger Möglichkeiten, in einem Lebensmittel-Markt einzukaufen. Jetzt hat Feneberg seine Filiale in der Kramerstraße (Fußgängerzone) dichtgemacht. Das Geschäft in der Kalchstraße soll Ende Dezember schließen. Und es gibt keine konkreten Aussichten, dass bald ein neues Geschäft für Ersatz sorgt: «In der Innenstadt sehe ich kaum eine Chance, weil die Lebensmittel-Märkte aus Gründen der Rentabilität alle auf größere Verkaufsflächen umgestellt haben», sagt die städtische Wirtschaftsförderin Barbara Platschka.

Gefragt seien Flächen über 500 Quadratmeter - Feneberg beispielsweise suche 600. Viele Ladenlokale in der Innenstadt würden aber lediglich 300 Quadratmeter oder weniger messen.

Ändern könnte sich die derzeitige Situation laut Platschka, wenn das Bahnhofsareal saniert wird, für dessen Umgestaltung noch ein Investor fehlt: «Wird dies in Angriff genommen, steigt vielleicht auch wieder das Interesse von Feneberg», vermutet die Wirtschaftsförderin. Denn die Anstrengungen des Lebensmittel-Anbieters, im Zentrum nach neuen Verkaufsflächen zu suchen, seien derzeit gering: «Ich habe das Gefühl, Feneberg will sich aus der Innenstadt komplett zurückziehen und hat nicht wirklich Interesse an einem neuen Standort», sagt Platschka.

«Nach wie vor großes Interesse»

Geschäftsführer Thomas Feneberg widerspricht: «Wir haben nach wie vor großes Interesse, die Versorgung in der Innenstadt aufrechtzuerhalten. Bis dato haben wir aber keine adäquaten Ersatzflächen gefunden.» In der Kramerstraße wurde dem Lebensmittelhändler der Mietvertrag nicht verlängert. Hier wird im Sommer der Drogeriemarkt dm einziehen, der sich derzeit noch in der Maximilianstraße befindet. Die Räume dort mietet die Osiander GmbH, die Anfang Oktober eine Buchhandlung eröffnen wird. In der Kalchstraße dagegen will Feneberg eigenen Angaben zufolge den Mietvertrag voraussichtlich nicht verlängern. Denn die Verkaufsflächen seien sehr klein und es stünden umfangreiche Renovierungen an.

Angebote gemacht

Neue Angebote für die Lebensmittelmarkt-Kette gab es bereits: Beispielsweise hatte Platschka vorgeschlagen, eine Feneberg-Filiale bei Karstadt zu integrieren. «Wir haben Feneberg auch die Fläche des ehemaligen Modehauses Weber in der Kalchstraße vorgeschlagen. Die misst ungefähr 500 Quadratmeter.» Aber Feneberg lehnte ab: «Weil dort die Warenanlieferung schwierig zu bewerkstelligen sei. Hinter dem Haus gebe es schlechte Anfahrtsmöglichkeiten», zitiert Platschka die Gesprächspartner.

Auch das ehemalige Gebäude der Lechwerke am Memminger Schweizerberg war als Feneberg-Standort im Gespräch. Dort errichtet jetzt eine Investorengruppe ein Hotel mit Restaurant, Biergarten und Hausbrauerei. Und die Flächen des früheren Rex-Kinos in der Bahnhofstraße standen zur Überlegung: «Aber da hätte man viel Geld für einen Umbau in die Hand nehmen müssen.»

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