Soziales
Lebenshilfe gründet Stiftung

Die Kreisvereinigung der Lebenshilfe hat eine Stiftung gegründet. Ausgestattet ist sie anfangs mit 100000 Euro. Mit den Erträgen wird die Stiftung sowohl Einrichtungen unter die Arme greifen, als auch Einzelschicksale abfedern. «Wir wollen die Behindertenarbeit breit absichern», beschreibt Frank Reisinger, Geschäftsführer der Lebenshilfe und Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, das Ziel.

1967 ist die Lebenshilfe im Landkreis Lindau gegründet worden. Seitdem hat der gemeinnützige Verein sein Hilfsangebot stetig ausgebaut. Er betreibt unter anderem eine Werkstatt, drei Wohnheime und eine heilpädagogische Tagesstätte in Lindenberg. Während sich die Lebenshilfe früher hauptsächlich um Kinder und Jugendliche gekümmert hat, bietet sie heute Behinderten aller Altersstufen Hilfe.

Zustiftungen möglich

Gerade die Betreuung pflegebedürftiger oder demenzkranker Behinderter wird für die Lebenshilfe zunehmend ein Thema. Bisher sind ihre Wohnheime dafür nicht eingerichtet, weder personell, noch was den Tagesablauf angeht. Das soll sich aber zumindest mittelfristig ändern. «Wir möchten Behinderte, um die wir uns oft viele Jahre kümmern, auch in der letzten Lebensphase begleiten», beschreibt Frank Reisinger ein Anliegen des Vereins.

 

Seit fünf Jahren beschäftigt sich die Lebenshilfe im Landkreis mit einer Stiftung, vor einem Jahr wurde deren Gründung konkret angegangen, schildert Dr. Roland Berlinger, Vorsitzender der Kreisvereinigung.

Die Lebenshilfe hat die Stiftung mit 100000 Euro ausgestattet und hofft auf entsprechende Zustiftungen oder Zuwendungen. Das Interesse ist da. Immer wieder hat es entsprechende Nachfragen gegeben, schildert Reisinger. Unter anderem von Eltern, die nach ihrem Tod ihre mittlerweile oft erwachsenen Kinder versorgt wissen wollen. An die Stiftung können die Eltern zweckgebunden Geld oder Immobilien vermachen.

Hohe Sicherheit

Stiftern bietet die Vermögensübertragung steuerliche Vorteile, erklärt Cornelius Wiedemann, Anwalt in Lindenberg und Mitglied des Stiftungsvorstandes, vor allem aber eine sehr hohe Sicherheit. Denn die Stiftung ist anders als ein Verein kein Risikoträger, wird also beispielsweise nicht entsprechend wirtschaftlich tätig, und sie steht unter besonderer Aufsicht. «Die Stiftung ist von ihrem Charakter her auf Ewigkeit angelegt», beschreibt Eberhard Rotter die Lage. Der Landtagsabgeordnete ist Vorsitzender des fünfköpfigen Stiftungsrates.

Mit der Gründung einer Stiftung liegt die Lebenshilfe im Landkreis Lindau im übrigen «voll im Trend», wie Landrat Elmar Stegmann mit Blick auf die wachsende Zahl an Stiftungen im Kreis sagt. Die Lebenshilfe stuft er dabei als «besonders sinnvolle Stiftung» ein.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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