Etat
Lauben setzt den Sparkurs fort

Die Diskussion um die Einzäunung des TSV-Platzes ließ es befürchten: Die Gemeinde Lauben muss ihren rigorosen Sparkurs 2011 fortsetzen. Gründe dafür sind unter anderem der drastischer Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen (anstatt 1,2 Millionen in 2010 nur noch 235000 Euro) und die gleichzeitig immer noch hohe Kreisumlage mit 1,3 Millionen Euro.

Außerdem gibt es 2011 für Lauben noch keine staatlichen Schlüsselzuweisungen. Zudem musste Bürgermeister Berthold Ziegler in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mitteilen: «Die Ausgaben im Verwaltungshaushalt können heuer nicht allein durch die Einnahmen gedeckt werden: Knapp 360 000 Euro müssen aus dem Vermögenshaushalt zum Ausgleich hergenommen werden.» Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat den Etat für 2011.

Auf Einkommenssteuer bauen

«Die Ausgabenverpflichtungen machen einen Sparkurs bei den Sachausgaben, vor allem im freiwilligen Bereich unumgänglich», teilte Ziegler mit. «Wir kennen zudem die Unwägbarkeiten der Gewerbesteuer aus früheren Jahren.» Seiner Ansicht nach solle sich die Gemeinde verstärkt auf den Einkommenssteueranteil konzentrieren. «Mit der Schaffung neuen Wohnraumes wie jetzt am «Schwabenweg II» gehen wir diesen Weg, denn mit dem Zuzug neuer, junger Familien wirken wir nicht nur der demographischen Entwicklung entgegen - gleichzeitig erhöht sich damit auch der Lohn- und Einkommenssteueranteil für unsere Gemeinde.» Ziegler zieht für 2012 auch die Erhöhung der Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer in Betracht.

Vermögenshaushalt:

l Dickster Batzen im Vermögenshaushalt sind die Ausgaben zur Vorbereitung des Baugebietes Schwabenweg (Straße, Kanal, Wasser) mit knapp 830 000 Euro.

l Für den Breitbandausbau sind 210 000 Euro kalkuliert.

l Im Visier hat die Gemeinde auch weiterhin die Wasserversorgung: 117 000 Euro sind für die Erweiterung des Elektrikraumes und der Visualisierung zur Vorbereitung der Quellwasserrückführung eingeplant.

l Des Weiteren stehen auf der Ausgabenliste: Brandschutz und Statik im Rathaus (73000 Euro), die Notausgänge und Brandschutz in der Schule (47000 Euro), die WC-Anlage am Friedhof (88 000 Euro). Notwendig sind auch 49000 Euro für zusätzliche Arbeiten beim Gemein-schaftshaus Birkenmoos aufgrund der Neuverpachtung.

l Für die Umzäunung des TSV-Sportplatzes sind 15000 Euro im Budget vorgesehen, zum Tragen kommt die Maßnahme aber erst 2012. Eingeplant sind zudem ein Anteil (13.350 Euro) für die Sanierung der Toiletten im Kindergarten sowie 12 000 Euro für die Planung der Turnhalle.

l Zu den Einnahmequellen gehören Verkäufe von Bauplätzen (rund 1,1 Millionen Euro), unter anderem im neuen Baugebiet «Schwabenweg II» sowie im Gewerbegebiet Heising Süd-Ost.

Zieglers Fazit: «Eine Entspannung ist erst ab 2013 zu erwarten.» Sollte das nicht der Fall sein, so seien sämtliche freiwilligen Leistungen (beispielsweise Zuschüsse an Vereine, Betrieb des Hallenbads) neu zu überdenken. Ziegler rechnet damit, dass in den kommenden Jahren eine Neuverschuldung von 1,9 Millionen Euro nötig sein wird.

Der Schuldenstand beträgt zum Ende des Jahres voraussichtlich 846 000 Euro.

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