Langzeitvergleich überschattet die Arbeitsmarktzahlen

Kaufbeuren/Buchloe (avu). - Im kurzfristigen Vergleich hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Raum Kaufbeuren/Buchloe im Februar ganz leicht verringert. Der aussagekräftigere Langzeitvergleich gibt jedoch keinen Anlass zur Freude: Im vergangenen Monat lag die Arbeitslosenquote bei acht Prozent, im Februar vor einem Jahr waren es 7,7 Prozent. Mit 38 Prozent ist die Zahl der Kurzarbeiter in der gesamten Region nach Angaben der Agentur für Arbeit (Arbeitsamt) zudem sprunghaft angestiegen. Mit der Kurzarbeit soll der sofortige Eintritt des Arbeitnehmers in die Arbeitslosigkeit verhindert werden. Die Zahl der betroffenen Betriebe hat sich ebenfalls um rund ein Drittel erhöht. Einen negativen Spitzenwert im Allgäu nimmt mit 29 Unternehmen der Wirtschaftsraum Kaufbeuren/Buchloe ein. Besonders betroffen sind die Menschen im Baugewerbe. Die Turbulenzen in der Bundesagentur für Arbeit schlagen auch auf die einzelnen Geschäftsstellen an Ort und Stelle durch. Jüngst machte die Nürnberger Behörde Schlagzeilen, weil die Kosten für die Online-Jobbörse explodiert waren. Offensichtlich auch aus diesem Grund verzögert sich der Zeitplan für die Einführung des virtuellen Arbeitsmarktes in der Kaufbeurer Geschäftsstelle. Der Kaufbeurer Arbeitsberater Thomas Langer bestätigt, dass sich die endgültige Umsetzung bundesweit auf den Herbst verschiebt. 'Die Geschäftsstellen werden dann sukzessive umgestellt', so Langer. Derweil befindet sich ein Großteil der Arbeitsverwaltung auf dem Weg ins weltweite Netz. Bereits jetzt gibt es die Internet-Stationen zum allgemeinen Gebrauch in der Kaufbeurer Agentur. Dort und von zu Hause aus können Kunden selbst auf allgemein zugänglichen Seiten Stellen recherchieren. 'Das wird auch so bleiben', so Langer. Ursprünglich sollten die Kunden und Unternehmen vom Frühjahr an aber auch eingeschränkt, jedoch selbstständig auf die 'Plattform' der Arbeitsverwaltung zugreifen können. Zahlreiche weitere Datenbanken mit Stellen und Allgemeininfos stünden dann den berechtigten Nutzern zur Verfügung. Wann auch die Kaufbeurer Geschäftsstelle letztlich diesen Service anbietet, also Vermittler und Arbeitssuchende auf eine Internet-Plattform schaltet, ist derzeit unklar.

Maatwerk einzige Vertragsfirma Rund 40 Arbeitssuchende, die bislang von der erst Mitte vergangenen Jahres eingerichteten Kaufbeurer 'Maatwerk Personalservice-Agentur' (PSA) betreut worden waren, sind von der Agentur für Arbeit in Kaufbeuren und Kempten mittlerweile wieder übernommen worden, sofern sie sich dort arbeitslos gemeldet haben. Wie berichtet, hatte die bundesweit tätige PSA von Maatwerk Insolvenz angemeldet. Laut Agentur für Arbeit war Maatwerk die einzige Zeitarbeits-Firma im Kaufbeurer Raum, mit der die Behörde vertraglich verbunden war.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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