Lindenberg / Hörbranz
«Langfristig billiger und umweltfreundlicher»

Solarleuchten für den Lindenberger Stadtpark seien zu teuer und würden sich nicht rentieren. Das erklärte kürzlich, wie berichtet, Stadtbaumeister Kurt Kirschenmann auf eine Bürgeranfrage. «Stimmt überhaupt nicht», sagt dazu Walter Zöhling. Laut dem Lindenberger Ingenieur, der die «Streetsun»-Leuchte entwickelt und der Stadt angeboten hat, würde die besagte Straßenlaterne Lindenberg langfristig nicht nur viel Geld und Energie sparen, sondern sei viel umweltfreundlicher und effizienter .

«Auf 30 Jahre gesehen sind die klassischen Straßenleuchten mehr als doppelt so teuer wie die solarbetriebenen», stellt der technische Berater der Firma EPS Soltec in Hörbranz (Vorarlberg) klar. Als Grundlage für seine Kalkulation vergleicht Zöhling elf «Streetsuns» (EPS Solartec) mit neun netzgebundenen Straßenleuchten auf einer Weglänge von jeweils 341 Metern. Rund 43000 Euro («Streetsuns») stünden 63500 Euro (klassische) in Sachen Investitions- und Betriebskosten in den nächsten 30 Jahren gegenüber. Bei den netzgebundenen Laternen kämen allerdings noch über 32000 Euro Stromkosten - inklusive einer jährlichen Preissteigerung von fünf Prozent - hinzu, die bei den solarbetriebenen Leuchten komplett wegfielen.

Zudem würden die «Streetsuns» drei bis fünf Mal so lange leben, behauptet Zöhling: «Insgesamt etwa 15 bis 20 Jahre, ohne dass ein Bauteil ausgewechselt werden muss - mit zwei Ausnahmen.» Etwa alle sechs Jahre müsse ein neuer Akku für rund zehn Euro in jede Laterne eingebaut werden, alle zwölf Jahre seien die LED-Leuchten (5 Euro pro Stück) fällig. Ein weiterer Vorteil: Im Betrieb erzeugten die Solarleuchten keinerlei Kohlenstoffdioxid und seien daher umweltfreundlicher.

Die «Streetsun» kann laut dem Ingenieur derzeit aber noch nicht neben viel befahrenen Hauptstraßen eingesetzt werden, weil die Lichtintensität zu gering sei. Sehr wohl könne die «Streetsun» aber Nebenbereiche gut beleuchten, wie beispielsweise Parkplätze, Unterführungen oder Parkanlagen.

Zöhling zufolge bringt das Unternehmen in einem Jahr einen Nachfolger auf den Markt, der die fünf bis achtfache Lichtintensität erzeuge: «Die Streatsun 2 wäre dann für Hauptstraßen geeignet und auch Lindenberg zu empfehlen.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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