Marktoberdorf
Langes Ringen um Lösung für Bahnübergang

Seit Jahren sieht es so aus, als sei das Kapitel über den maroden Bahnübergang bei Fechsen beendet. Das dachte sich auch die Deutsche Bahn. Deshalb beabsichtigt sie, die Querung für immer zu schließen und zurückzubauen. Das wiederum erzeugte im Bauausschuss - die Stadt muss als Träger öffentlicher Belange gehört werden - eine angeregte Beratung darüber, ob der Übergang nicht doch gerettet werden sollte. Zu einer Lösung kamen die Mitglieder nicht.

Bisher sei eine Sanierung immer an den Kosten gescheitert, erinnerte Bürgermeister Werner Himmer. Die lägen bei rund 100000 Euro, komplett von der Stadt zu tragen. 60000 Euro stehen seit geraumer Zeit im Haushalt dafür bereit.

Die Sperrung des Bahnübergangs bleib auch für das Neubaugebiet in Thalhofen nicht ohne Folgen. Kieslaster nutzen nun den schmalen Langweg für ihre Touren, weshalb es von Bewohner aus Furcht um die Sicherheit der Kinder immer wieder Beschwerden gibt. Bei einer Öffnung könnten die Laster von den Kiesgruben aus gleich geradeaus auf die Nesselwanger Straße fahren und seien vom Langweg verschwunden.

Ein Vorschlag von Eduard Gapp (CSU) zielte darauf, weiter im Süden einen Wendehammer zu schaffen, damit die Fahrer ihre langen Gefährte dort wenden und den Langweg meiden können. Das bedinge, so Stadtbaumeister Peter Münsch, dass die Landwirte in dem Bereich Grund abtreten müssen.

Eine andere Idee hatte Carl Singer (Freie Wähler). Sein Motto: «Aus zwei mach eins.» Er will den schwer einsehbaren und daher gefährlichen Bahnübergang am nördlichen Ortsrand von Fechsen schließen und dafür den alten Bahnübergang sanieren. Sein Fraktionskollege Franz Barnsteiner fand den Vorschlag «super», fürchtete jedoch die Empörung Fechsener Landwirte, die dann weitere Wege zurücklegen müssten, um die Bahnstrecke zu queren.

Fraktionschefs beraten intern

Nun sollen sich die Fraktionsführer auf Anregung von Himmer noch einmal mit der Problematik befassen und das Ergebnis im Stadtrat am 28. September vortragen. Die Zeit drängt. Denn Stadt und Betroffenen aus der Bevölkerung bleiben nur vier Wochen, um ihre Bedenken vorzubringen.

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