Altusried
Langer Atem bei Schuldenabbau nötig

Sie wird auch heuer Zehntausende von Menschen nach Altusried locken: die Allgäuer Freilichtbühne, auf der von Juni bis August das Volksschauspiel «Andreas Hofer» gegeben wird. Die Anlage für 2500 Besucher verschlang beim Bau 1999 allerdings viel Geld, knapp sechs Millionen Euro. Bis Ende 2008 konnten die Verbindlichkeiten von 4,9 Millionen erst um 450000 Euro verringert werden. Die Finanzierung der Freilichtbühne gleicht immer mehr einem Fass ohne Boden (wir berichteten).

Über die Schwierigkeiten und deren Hintergründe sprachen wir mit dem Bürgermeister und Geschäftsführer der gemeindeeigenen «Allgäuer Freilichtbühne Altusried GmbH» (AFA), Heribert Kammel.

l Wie dramatisch ist die Situation rund um die Freilichtbühne wirklich?

Kammel versichert erneut, dass man mit Zinszahlungen und Tilgung im Plan liege

l Wie sieht der Plan des Schuldenabbaus aus?

Es sei immer klar gewesen, dass der Bau erst nach 30 oder mehr Jahren abbezahlt ist, sagt Kammel: «Natürlich streben wir eine schnellere Abzahlung an, aber sie hängt von vielen Faktoren ab.» Zum Beispiel davon, welche Veranstaltungen in der Umgebung angeboten werden. Die Konkurrenz anderer Anbieter (etwa der Big Box) sei in den letzten Jahren gewachsen, der Kuchen, den es zu verteilen gilt, sei für jeden kleiner geworden.

l Wann macht die AFA ordentliche Gewinne, um den Schuldenberg deutlich zu verkleinern?

Das ist in den Jahren der großen Freilichtspiele möglich - Ertrag: bis zu 900 000 Euro. In den Zwischenjahren werde zwar auch abbezahlt und getilgt. Aufgrund der laufenden Kosten wie Versicherungen, Unterhalt oder Löhne der Mitarbeiter entsteht unterm Strich aber ein Minus - das man wiederum durch den Gewinn aus den Freilichtspiel-Jahren ausgleicht.

l Ist eine höhere Abzahlung in Zukunft denkbar?

Mithilfe eines Zweijahresturnus der Freilichtspiele wohl nicht. Kammel: «Aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre ein Spiel alle zwei statt alle drei Jahre natürlich besser.

» In der Praxis freilich, mit ehrenamtlichen Darstellern, funktioniere das nicht.

l Was passiert, wenn ein Freilichtspiel mal floppt?

Kammel: «Dann bekommen wir Schwierigkeiten.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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