Ostallgäu
Landwirte zünden Strohballen an und löschen sie mit Milch

Ein Strohfeuer im wahrsten Sinne des Wortes haben Landwirte gestern im Ostallgäu entfacht und mit Milch gelöscht: Zwischen Balteratsried und Lengenwang zündeten sie aufeinandergestapelte Strohballen an. Zu dieser Tat bewog sie kein kurzfristiger Eifer – was Strohfeuer metaphorisch bedeutet – , sondern lange schwellende Wut und Verzweiflung über niedrige Milchpreise. Mit diesem Feuer verurteilten sie laut einer Pressemitteilung des Bundes Deutscher Milchviehhalter die Politiker, die nicht bereit seien, den überquellenden Milchmarkt durch die von der EU vorgeschlagene Saldierungsgrenze zu regulieren.

Milch müsse vom Markt, um das finanzielle 'Feuer' zu löschen. Neben der Lösch-Aktion versprühten die Bauern in Balteratsried auch 100 000 Liter Milch auf die Wiesen. Bereits am Wochenende hatten Landwirte im Füssener Land zu Füßen des Märchenschlosses Neuschwanstein 150 000 Liter auf die Felder geschüttet.

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