Projekt
Landkreis will sich an Museum in Illerbeuren beteiligen

Vor wenigen Tagen erst hat der Vorsitzende des Zweckverbands 'Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren', Jürgen Reichert, den Startschuss für das geplante überregionale Schützenzentrum im Freilichtmuseum in Illerbeuren gegeben.

Nachdem nun die Finanzierung gesichert ist, hat sich der Kulturausschuss des Landkreises in seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, sich mit rund 570.000 Euro an den Gesamtbaukosten in Höhe von 4,7 Millionen Euro zu beteiligen.

Bereits in einer vergangenen Sitzung hatte der Ausschuss seine Bereitschaft signalisiert. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Finanzierung gesichert ist und die Förderquote bei mindestens 50 Prozent liegt. Dies ist nach Angaben von Landrat Hans-Joachim Weirather nun der Fall.

Es sei eine Förderquote von 51,5 Prozent erreicht worden. Der Landkreis übernimmt nun anteilig 25 Prozent der Eigenmittel. Die restlichen 75 Prozent bringt der Zweckverband auf.

Wie Kreiskämmerer Gunther Füßle den Ausschussmitgliedern mitteilte, soll es deswegen im Jahr 2012 aber keine Erhöhung der Investitionsumlage geben. Die benötigten Eigenmittel sollen zunächst zur Hälfte über Kredite und erst im Jahr 2013 über Umlagen erfolgen. Geplant sei, die Gesamtfinanzierung im Jahr 2014 abzuschließen.

'Gewaltiger Betrag'

Landrat Weirather informierte weiter, dass über das EU-Förderprogramm Leader plus rund 752 000 Euro fließen werden. Das zuständige Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) habe in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Mittel für das Projekt freizugeben. Dieser 'gewaltige Betrag' stamme nicht aus dem Kontingent des Landkreises, sondern sei ein Zuschuss, 'der zusätzlich vom Freistaat freigegeben wurde', versicherte Weirather.

Da es noch keine Planung, sondern erst ein Raumprogramm gebe, seien die Baukosten in Höhe von 4,7 Millionen Euro noch nicht in Stein gemeißelt.

Kreisrätin Roswitha Siegert sprach sich deshalb dafür aus, mögliche niedrigere Kosten 'in irgendeiner Form' in den Beschluss des Ausschusses einzuarbeiten. Schließlich einigte sich das Gremium darauf, dass bei der Planung der Schwerpunkt darauf gelegt werden soll, die Kosten möglichst zu senken.

Hinter der geplanten Fertigstellung des Projekts im September 2013 steht laut Landart Weirather noch ein Fragezeichen. Denn bei einem Projekt in dieser Größenordnung nehme allein das Auswahlverfahren des Architekten 'schon eine gewisse Zeit' in Anspruch.

Er betonte gleichzeitig, dass es sich bei dem Schützenmuseum um keine 'Waffenausstellung' handle. Im Mittelpunkt stünden die Tradition und der gesellschaftliche Auftrag des Schützenwesens. (johs)

Die alte Ficklerhalle auf dem Gelände des Bauernhofmuseums in Illerbeuren wird zu einem überregionalen Schützenmuseum umgebaut. Der Turm daneben soll laut Museums-Direktor Dr. Otto Kettemann erhöht und zu einem Aussichtsturm werden. Foto: Rebhan

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