Ehrenamtsförderung
Landkreis Ostallgäu will Ehrenamt fördern - Stelle bei Schwungrad gestrichen

Der Landkreis Ostallgäu will dauerhaft ehrenamtliches Bürgerengagement unterstützen. Dies machte der Ausschuss für Kultur, Sport und Ehrenamt bei seiner jüngsten Sitzung deutlich. Neben der Servicestelle Ehrenamt, die der Landkreis betreibt, gibt es weiterhin die Freiwilligenagentur 'Schwungrad', die beim Roten Kreuz angesiedelt ist. Dieser BRK-Einrichtung steht allerdings ein größerer Einschnitt bevor, der sich, so Kreisgeschäftsführer Thomas Hofmann, auch in abgespeckten Aktivitäten bemerkbar machen wird.

Denn der Landkreis fördert künftig nur noch eine Halbtagsstelle, bisher hat das 'Schwungrad' 1,5 Stellen. Stattdessen wird eine zweite halbe Stelle beim Landkreis geschaffen, die der Freistaat in den nächsten drei Jahren mit je 8000 Euro fördert.

Förderung halbiert

Das 'Schwungrad' besteht seit 2006 und wurde in den vergangenen Jahren zu 50 Prozent mit Geldern der EU finanziert, erklärte Landrat Johann Fleschhut.

Um die 'gute Einrichtung' zu erhalten, habe man sich mit dem Roten Kreuz geeinigt. Somit werde nur noch eine Halbtagsstelle gemeinsam finanziert, die mit je rund 15 000 Euro von BRK und Landkreis bezahlt wird. Bisher steuert der Landkreis 30 000 Euro bei.

Die Stellenreduzierung sieht Fleschhut auch vor dem Hintergrund, dass das BRK dem 'Schwungrad' neben der Gewinnung neuer Ehrenamtlicher weitere Aufgaben zugeordnet hatte.

Aufgabe des 'Schwungrads' werde es bleiben, beispielsweise Jugendliche ans Ehrenamt heranzuführen. Über die Aufgaben aus dem BRK-Anteil entscheide das Rote Kreuz selbst, Schwerpunkt bleibe aber, neue Ehrenamtliche zu gewinnen.

Die Ehrenamtsstelle des Landkreises wird gleichzeitig vom 'Schwungrad' den Aufbau dezentraler Anlaufstellen für Ehrenamtliche im Landkreis übernehmen. Dies, so die Einschätzung Fleschhuts, habe beim 'Schwungrad' nicht so funktioniert.

Darüber hinaus wird die Servicestelle des Landkreises weiterhin ein Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche zusammen mit den Volkshochschulen anbieten, ein Infoportal betreiben und die Ehrung engagierter Bürger koordinieren.

Dass das 'Schwungrad' mit Sitz in Marktoberdorf Probleme hat, landkreisweit wahrgenommen zu werden, zeigten einige Wortmeldungen. Kreisrat Josef Köberle (CSU) aus Nesselwang meinte: 'Wir im Land kriegen da nichts mit.

Ist das 'Schwungrad' aktiv oder wird es nur künstlich am Leben gehalten?' Josef Fleschutz (SPD) fragte, ob die Weiterbildungen der Servicestelle aus dem ganzen Landkreis angenommen werden.

Fleschhut entgegnete, viele Erfolge des 'Schwungrads' seien nachweisbar. Durch die Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen erreiche die Servicestelle ostallgäuweit Ehrenamtliche. Manfred Seeboldt (CSU) bekräftigte, dass gerade diese dezentrale Arbeit wichtig sei. Werner Moll (FW) berichtete von positiven Rückmeldungen, die er von Vereinsvorständen zu den Ehrenamtsangeboten im Landkreis bekomme.

Das Gremium beschloss letztlich einstimmig, die zusätzliche Halbtagsstelle beim Servicebüro Ehrenamt im Landratsamt einzurichten. Zudem stimmten die Kreisräte zu, weiterhin eine Halbtagsstelle beim 'Schwungrad' mitzufinanzieren.

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