Landkreis ist Beobachtungsgebiet der Blauzungenkrankheit

Ostallgäu | AZ | Nachdem es im benachbarten Baden-Württemberg zu mehreren Blauzungen-Krankheitsfällen kam, liegt auch der Landkreis Ostallgäu innerhalb des 150-Kilometer-Radius eines sogenannten Beobachtungsgebiets, das nun den gesamten Regierungsbezirk Schwaben umfasst. Im Landkreis Ostallgäu selbst kam es aber noch zu keinem Ausbruch der Blauzungenkrankheit. Das teilte das Landratsamt Ostallgäu gestern mit.

Die Blauzungenkrankheit ist eine von bestimmten Stechmücken (sogenannten Gnitzen) übertragene anzeigepflichtige Viruserkrankung der Wiederkäuer, an der in der Regel Schafe und auch Kühe ernsthaft erkranken und verenden können.

Sie kam bisher vor allem in warmen Ländern südlich des 44. Breitengrades (zum Beispiel Türkei, Portugal, Spanien) vor. Die Tierseuche war im August 2006 erstmals in Norddeutschland aufgetreten und ist mittlerweile bis nach Nordbayern und jetzt auch Baden-Württemberg vorgedrungen.

Da die Krankheit nicht direkt von Tier zu Tier, sondern durch Stechmücken übertragen wird, kommt es bei der Bekämpfung nicht zu umfangreichen Tötungsaktionen, wie dies bei anderen Tierseuchen erforderlich ist. Das Virus ist für den Menschen nicht gefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.

Der Aufenthaltsort ist unter Umständen eingeschränkt

Die Festlegung des Beobachtungsgebiets hat zur Folge, dass ansteckungsfähige Tiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Gehegewild (Dam-, Rot-, Muffelwild) sowie Kameliden grundsätzlich nicht in freie Gebiete außerhalb des Beobachtungsgebiets gebracht werden dürfen. Innerhalb des Beobachtungsgebietes können sich die Tiere aber ohne Auflagen im Freien aufhalten. 'Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein Verbringen aus dem Beobachtungsgebiet heraus in freie Gebiete vom Landratsamt genehmigt werden', heißt es weiter beim Landratsamt.

Informationen gibt das Veterinäramt unter (08342) 911-213.

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