Aufschwung
Landkreis bundesweit unter den Top 20

Unterallgäu Welche deutschen Regionen gehen am stärksten aus der Wirtschaftskrise hervor? Der Landkreis Unterallgäu gehört zu dieser Gruppe. Bundesweit belegt er den 19. Platz. In Bayern schafft es der Kreis auf Rang neun unter die besten Zehn. Die Stadt Memmingen liegt laut einer Studie bundesweit auf Platz 23, bayernweit auf zwölf.

Insgesamt 412 Kreise und kreisfreie Städte hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (siehe Infokasten) beim «Chancenindex Bayern 2010» im Auftrag der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) unter die Lupe genommen. In die Analyse fließen vorwiegend Indikatoren aus den Bereichen der Arbeitsmarktentwicklung und der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Wirtschaftsbereiche ein (etwa Arbeitslosenquote, Bestand an Kurzarbeitern, Umsätze einzelner Branchen, Branchen mit überdurchschnittlicher Steigerung von Aufträgen). Der Bericht versucht zu verdeutlichen, welche Regionen von der aktuellen Aufschwungphase profitieren beziehungsweise wo die Entwicklungen rückläufig sind.

Für Landrat Hans-Joachim Weirather ist das Ergebnis für den Kreis «sensationell». Es bildet aus seiner Sicht «eher die Wahrheit ab als die Prognos-Studie». Insgesamt schafft es das Unterallgäu bei Prognos wie berichtet auf Rang 128 von insgesamt 412 Gebietskörperschaften. Chancen und Risiken seien «ausgeglichen» heißt es dort. Das Ergebnis des Instituts der deutschen Wirtschaft spiegele besser wider, was in «vielen Gesprächen mit Unternehmern deutlich geworden ist», so der Landrat.

Von insgesamt 96 bayerischen Städten und Kreisen haben sich deutschlandweit 38 «sehr stark entwickelt». Das Kölner Institut kam zu dem Ergebnis, dass sowohl das Unterallgäu als auch Memmingen dazu zählen.

«Unter den Top-Platzierungen finden sich viele Standorte, deren Wirtschaftsstruktur von der Metall- und Elektroindustrie geprägt ist», so das Institut in seiner Analyse.

Ein Blick auf die Verteilung der Spitzenregionen verdeutlicht, dass diese komplett aus Bayern und Baden-Württemberg stammen und eher in ländlichen als in städtischen Regionen liegen.

Schlechteste Entwicklung in Wismar

Die zehn Regionen, die am wenigsten vom Aufschwung profitieren, befinden sich alle außerhalb dieser zwei Bundesländer. Die schlechteste Entwicklung verzeichnet die Hansestadt Wismar (Mecklenburg-Vorpommern), gefolgt von Bremerhaven.

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