Special Prozesse im Allgäu SPECIAL

Prozess
Landgericht Kempten eröffnet Prozess gegen 31-Jährigen wegen Vergewaltigung

Mit der Faust ins Gesicht soll er sie geschlagen und später vergewaltigt haben. Zu den Übergriffen eines 31-Jährigen auf eine 50-Jährige ist es laut Anklage im August vergangenen Jahres gekommen. Die beiden hatten schon länger eine Affäre. Gestern hat der auf drei Tage angesetzte Prozess gegen den tatverdächtigen Türken vor dem Landgericht Kempten begonnen.

Laut Anklage hatten sich der Mann und seine Bekannte türkischer Abstimmung in der Wohnung seiner Schwester getroffen. Nach dem zunächst harmonischen Verlauf des Abends sei es zu einem Streit gekommen. Der 31-Jährige soll der Frau im Zuge dieser Auseinandersetzung mit voller Wucht mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Danach habe die 50-Jährige die Wohnung verlassen.

Schon kurz darauf habe der Mann das mutmaßliche Opfer auf ihrem Handy angerufen. Er soll beteuert haben, dass er sie noch liebe und sie zurückkommen solle. Die Frau sei seiner Bitte gefolgt.

Als sie wieder in der Wohnung war, habe der 31-Jährige die Tür abgeschlossen, sie erneut mehrfach ins Gesicht geschlagen, ins Schlafzimmer geschleift und vergewaltigt. Durch die Schläge wurden der Frau laut Anklage erhebliche Verletzungen zugefügt, die zum Verlust des Gehörs auf dem linken Ohr führten.

Die Frau habe ihn 'genervt', sagte der Angeklagte bei der Vernehmung, weil sie immer wieder vom Heiraten angefangen habe. Damit sie gehe, habe er ihr aus einer Hosentasche Geld für ein Taxi geben wollen. Das war jedoch verschwunden. Der 31-Jährige habe seine Bekannte beschuldigt, ihn bestohlen zu haben, er sei wütend geworden und habe zugeschlagen.

'Wollte Anzeige verhindern'

Nachdem die Frau die Wohnung verlassen hatte, habe er sie angerufen. 'Mir war sofort bewusst, dass ich Mist gebaut habe', sagte der Angeklagte gestern. 'Ich habe sie gebeten, dass sie zurückkommt und wir darüber reden.' Er habe verhindern wollen, dass sie ihn anzeigt, schließlich sei er vorbestraft. Zum Geschlechtsverkehr hat der 31-Jährige die Frau seinen Angaben nach aber nicht gezwungen.

Vielmehr habe sie ihn im Laufe des Abends mehrfach sexuell bedrängt.

Die 50-jährige Frau schilderte die Vorkommnisse der Nacht mit Hilfe eines Dolmetschers anders: Zum Kaffeetrinken habe der Angeklagte sie eingeladen. Dann habe er sie gezwungen, Alkohol zu trinken. Einen Streit habe es aber nicht gegeben.

Nachdem er auf die Toilette gegangen war, sei der 31-Jährige verändert gewesen und habe sie geschlagen. 'Ich habe keine Erklärung dafür', so die 50-Jährige. Warum sie nach den Schlägen zurückgekehrt sei? Weil sie ihn liebte. Dann habe er sie geschlagen, ihr die Kleider vom Leib gerissen und vergewaltigt.

Der Prozess wird fortgeführt.

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