Absage
Landesausstellung geht an Kaufbeuren vorbei

Allen Hoffnungen zum Trotz: Die große bayerische Landesausstellung «Bier in Bayern» anlässlich des 500-jährigen Bestehens des bayerischen Reinheitsgebotes wird nicht in Kaufbeuren stattfinden. Das gab gestern die zuständige Jury aus dem Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg bekannt. Die Wertachstadt hatte sich mit Blick auf den Afraberg, die historische Zeppelinhalle, die unterirdischen Bierkeller und die moderne Produktionsstätte der Aktienbrauerei beworben (wir berichteten).

Einstimmiges Votum

Stattdessen ist die Wahl nun auf Aldersbach in Niederbayern gefallen. Die Stadt im Landkreis Passau sei der ideale Standort, weil der «komplett erhaltene Klosterkomplex der Zisterzienser die als typisch bayerisch wahrgenommene Verbindung von Bier und Barock zeigt». Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch, der die Entscheidung bekannt gab, erklärte: «Die Bewerbung der Aldersbacher war so überzeugend, dass die Entscheidung der Jury einstimmig war.»

Dennoch habe es unter den Mitgliedern aus dem Ausstellungswesen, der Denkmal- und Heimatpflege sowie dem Tourismus auch einige Befürworter für Kaufbeuren gegeben, wie Dr. Richard Loibl von der Pressestelle des Hauses der Bayerischen Geschichte weiß. «Das Gelände auf dem Afraberg ist richtig schön - ebenso wie die historische Zeppelinhalle.

Aldersbach hat aber einfach insgesamt mehr gewünschte Kriterien erfüllt, weshalb die Entscheidung dorthin ging.» So vereine die Stadt das Thema Bier sowohl in kultureller als auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

«Kein Weltuntergang»

Für Aktienbrauerei-Vorstand Werner Sill ist die Absage «kein Weltuntergang», obwohl er sich über eine gelungene Umsetzung mit der Stadt sehr gefreut hätte. «Das wäre eine schöne Aufwertung für das Gelände und Kaufbeuren gewesen, dennoch werden wir die Belebung der Zeppelinhalle weiter verfolgen.»

Oberbürgermeister Stefan Bosse meint, es sei wichtig, alle Chancen, die sich bieten, zu nutzen. Er wisse auch, dass Kritiker sagten, das wecke nur falsche Hoffnungen. Für die Bewerbung der Landesausstellung habe sich Kaufbeuren große Mühe gegeben. «Dass man unterliegt, muss man mit großer Gelassenheit hinnehmen», so der OB. Er möchte trotzdem weiterhin bei vergleichbaren Wettbewerben mitmachen. (sim/rm)

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