Memmingen
Kurioser Prozess-Auftakt

Einen kuriosen Prozess-Auftakt gab es heute Morgen am Memminger Landgericht. Noch bevor die Staatsanwältin die Anklageschrift verlesen konnte, meldete sich der Anwalt des 83-Jährigen Angeklagten zu Wort. Er beantragte, dass die Anklage nicht verlesen wird, da diese mangelhaft sei. So seien darin zum Beispiel die Taten, die seinem Mandanten zu Last gelegt werden, zeitlich nicht klar eingeordnet.

Dies sei aber für eine mögliche Verjährung wichtig. Der 83-Jährige muss sich wegen besonders schwerer sexueller Nötigung verantworten. Der jüngste Fall soll sich 1996 zugetragen haben. Letztlich wurde die Verhandlung auf Montag, 25. Januar, vertagt. Bis dahin will die Staatsanwältin eine neue Anklageschrift formulieren.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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