Idee
Kurhaus schlummert im Dornröschenschlaf

«Das Kurhaus muss belebt werden.» Das ist die Vorgabe von Bürgermeister Adalbert Martin für eine Umgestaltung der Tourismus-Einrichtung in Bad Hindelang. Der Marktgemeinderat will dies nun anpacken. Das einstimmige Grundsatz-Votum in der jüngsten Sitzung wird nun in einen Vorentwurf einmünden, der einen klaren Auftrag an den Architekten vorsieht: Die jetzt am Bauernmarkt beim Busbahnhof untergebrachte Kurverwaltung muss in das 35 Jahre alte Bauwerk umziehen. Nur unter dieser Voraussetzung könne das «im Dornröschenschlaf schlummernde Kurhaus» geweckt werden, wie der mit Voruntersuchungen beauftragte Planer Armin Tittel vom Immenstädter Büro Alpstein GmbH den jetzigen Zustand des 35 Jahre alten Bauwerks betitelte.

Es ist ein Kreuz mit Allgäuer Kurhäusern, wenn sie über eine fest verpachtete Gastronomie mit Restaurant verfügen. Die Restaurants laufen nur schlecht. Immer wieder müssen Gastronomen in den Kurhäusern aufgeben, weil der Umsatz nicht stimmt. Bei großen Veranstaltungen sind manchmal 500 Gäste zu bewirten. An anderen Tagen sind nur wenige Restaurant-Tische besetzt. So hatte auch der Tourismus-Ort Bad Hindelang in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit seinen Pächtern. Momentan ist das Restaurant verwaist. Bei Veranstaltungen muss man sich eines Catering-Unternehmens von außen bedienen.

«Noch ganz am Anfang»

Im Rathaus und auch in der sogenannten Kurhaus-Kommission macht man sich seit geraumer Zeit Gedanken, wie das eher randständige Bauwerk stärker in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt werden kann. Der beauftragte Architekt legte jetzt im Gemeinderat erste Ergebnisse vor. Quintessenz: Der Umzug der jetzt beengt untergebrachten Gästeinformation ins Kurhaus würde angesichts der großzügigen Anlagen gelingen, ohne dass umfangreiche Umbauten erforderlich wären. «Wir stehen ganz am Anfang», machte Rathaus-Chef Martin klar. Deswegen gibt es auch noch keinerlei Kostenschätzung. Immerhin weiß Martin, dass die Gemeinde bei einem Umbau mit 30 oder sogar 40 Prozent als Staatszuschuss rechnen darf.

Vor allem auf den Eingangsbereich kommt es an. Hier sollen die Besucher sogleich auf einen Informations-Tresen zusteuern. Daneben bleibt genügend Platz für die Büros der Kurverwaltung. Am großen Saal, das Herzstück des Kurhauses, soll überhaupt nichts verändert werden. Dafür sollen das Untergeschoss und das Obergeschossdoch aufgeputzt werden, mit Kinderspiel- und Internet-Ecke, Leseraum und Galerie für Ausstellungen. Auch der bisherige Raum für die Vereine würde bestehen bleiben. Gedacht ist daran, die Parkplatz-Situation wesentlich zu verbessern. Restaurant und Küche würden keineswegs aufgegeben, hieß es.

 

Das Kurhaus in Bad Hindelang schlummert im Dornröschenschlaf. Ideen, dort die Gästeinformation einzuquartieren und das Gebäude moderner zu machen, sollen die 35 Jahre alte Einrichtung beleben. Foto: Günter Jansen

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