Altenheim
Kuratorium wehrt sich gegen Vorwürfe von Beschäftigten und Gewerkschaft

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Zu den Irritationen um das Margaretha- und Josephinenstift meldet sich jetzt das Kuratorium der Stiftung zu Wort. Kuratoriumsmitglied Josef Leonhard Schmid betont, dass bereits im April den rund 100 Mitarbeitern in einem Brief vom Vorsitzenden Prälat Dr. Albert Lupp mitgeteilt wurde, «dass die mit der Stiftung geschlossenen Arbeitsverträge ohne Abstriche von der Allgäu Pflege gGmbH übernommen werden müssen».

Dass (wie gestern berichtet) in einem von der Gewerkschaft Verdi initiierten Schweigemarsch Mitarbeiter Transparente mitführten mit << Keinen Hungerlohn für einen Knochenjob >> kann Stadtrat Schmid nicht nachvollziehen: << Das gesamte Personal - einschließlich der Mitarbeiter in der Pflege, der Hauswirtschaft und der Technik - wird seit vielen Jahren nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt. >> Auch bei einer Übernahme der Betriebsführung durch die Allgäu Pflege gGmbH werde es bei diesen Vereinbarungen bleiben.

Das bestätigt auch der Geschäftsführer der Gesellschaft, Ulrich Gräf. Das gelte sowohl für die Arbeitsverträge als auch für die betriebliche Altersversorgung der Mitarbeiter der Pflege gGmbH. Wie berichtet leitet seit April die Allgäu Pflege das Alten- und Pflegeheim über einen Geschäftsbesorgungsvertrag.

Zum Jahreswechsel soll das Personal in die gemeinnützige Gesellschaft oder die Tochter Allgäu Pflege Service GmbH übergeleitet werden.

Schmid weist darauf hin, dass im Schreiben des Kuratoriumsvorsitzenden Lupp (derzeit im Urlaub) betont wird, dass es bei einem Betriebsübergang weder Lohnkürzungen noch andere Vertragsveränderungen geben darf - ebenso wenig betriebsbedingte Kündigungen. << Diese Zusicherungen haben für jeden auf Dauer Gültigkeit. >>

Außerdem seien die Beschäftigten in dem Schreiben unterrichtet worden, dass wegen eines personellen Wechsels in der Heimleitung ein zeitlich befristeter Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Allgäu Pflege gGmbH geschlossen wurde.

Inzwischen ist eine Übernahme der Betriebsführung im Grundsatz vereinbart worden, bestätigt auch der Allgäu Pflege-Geschäftsführer Gräf. Er betont: << Wir sind im April in einer für das Haus schwierigen Situation zu Hilfe gerufen worden. Wir haben uns nicht aufgedrängt. >>

Der bisherige Heimleiter sei durchgehend über mehrere Monate krank gewesen, erläutert Schmid. << Wir brauchten jemanden, der Erfahrung hat und in der Lage ist, Qualitätsstandards sicherzustellen. >> Mit Verena Fleischer von der Allgäu Pflege gGmbH sei eine gute Zwischenlösung gefunden worden. Für die Zukunft suche man jetzt nach einer neuen Heimleitung.

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