Illerradweg
Kur für die verborgene Perle an der Iller

Der Illerradweg soll aufgewertet werden. Die 140 Kilometer lange Strecke zwischen Oberstdorf und Ulm soll neu beschildert und besser vermarktet werden. Dazu gehören unter anderem Ladestationen für E-Bikes. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten, allgäuweit für die Beratung und Bewilligung von Leader-Projekten zuständig, hat grünes Licht für die Aufwertung des in die Jahre gekommenen Illerradweges gegeben. Leader ist das Programm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes.

Im Allgäu ist in den vergangenen Jahren eine der größten zusammenhängenden Radregionen Deutschlands mit insgesamt 4350 Kilometer einheitlich beschilderter Radrouten entstanden. Der Illerradweg gehört jedoch eher zu den 'verborgenen Perlen' der Radwege in Deutschland.

Koordinator und Träger des Projekts 'Flussraum Illerradweg' ist die Allgäu GmbH. Deren Geschäftsführer Bernhard Joachim berichtet, dass erstmals alle Iller-Anrainer beteiligt sind. Dazu zählen fünf Landkreise und zwei kreisfreie Städte aus zwei Bundesländern.

Ein Teil des Illerradwegs (von Oberstdorf bis Iller-

beuren), bildet die Längsachse der im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Radrunde Allgäu. Dabei handelt es sich um einen 450 Kilometer langen Radrundweg, der vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) zur 4-Sterne-Qualitätsroute ausgezeichnet wurde.

Große Unterstützung fand das Projekt vom ehemaligen bayerischen Landwirtschaftsminister Josef Miller, der sich maßgeblich für die Förderung des Projekts einsetzte.

Kosten soll der Iller-Radweg 152 000 Euro. Dafür stehen laut Bruno Bernhard von der Leader-Förderstelle am AELF Kempten 81 000 Euro Fördergelder aus dem Leader-Programm zur Verfügung. Damit werden eine radgerechte Beschilderung, Rastplätze, E-Bike Stationen sowie das Projektmanagement gefördert.

Nach Ansicht der Leader-Aktionsgruppe Kneippland Unterallgäu steigert das Projekt erheblich die Attraktivität des Radwegs und positioniert ihn touristisch besser. Für Bürger und Touristen werde durch dieses regionsübergreifende Vorhaben ein attraktives Freizeitangebot geschaffen. Eine gezielte Vernetzung mit weiteren Illerprojekten wie etwa der 'Vogelbeobachtung an der Iller' soll auch positive Effekte in der Umweltbildung erzielen.

Laut dem Allgäuer Leader-Manager Ethelbert Babl vom AELF Kempten kommt der Attraktivität des Radwegenetzes durch die Klimadiskussion große Bedeutung zu. Durch diesen sanften Radtourismus würden sich auch für Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe entlang der Route neue Einkommenspotentiale erschließen.

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