Oberallgäu
Kunden wollen günstiger, dafür aber mehr einkaufen

Von Wirtschaftskrise war heuer vor Weihnachten nichts zu spüren: Da sind sich die Einzelhandelsverbände im südlichen Oberallgäu einig. «Der Verkauf ist gut bis sehr gut gelaufen», sagt etwa Christoph Blees, zweiter Vorsitzender von Impuls Immenstadt. Seine Beobachtung: Lediglich manche große Firma habe heuer weniger in Firmengeschenke investiert - Privatkonsumenten hingegen hätten sogar mehr Geld ausgegeben als in den Vorjahren.

Zum einen, so Blees Vermutung, sei die Wirtschaftskrise im Allgäu nicht so massiv zu spüren wie in manch anderer Gegend. Zum anderen sparten die Kunden wenn, dann am Großen - etwa beim Urlaub buchen -, wollten dafür aber den Alltag mit netten Kleinigkeiten umso schöner gestalten. Nach dem Weihnachtsgeschäft bereiten sich Immenstadts Einzelhändler auf die nächste nahe Aktion vor: den verkaufsoffenen Sonntag am 3. Januar.

Ebenso sieht es in Oberstaufen aus - auch dort werden die Läden für Einheimische und vor allem Urlauber am 3. Januar öffnen. Martin Schädler Vorsitzender des Vereins «Oberstaufen Handelt Aktiv» (OHA) schätzt mit Blick aufs Weihnachtsgeschäft: Das sei heuer ähnlich gut wie im Vorjahr gelaufen.

Sein persönlicher Eindruck im Juwelierladen: Die Kunden wollen günstiger, dafür aber mehr einkaufen. «Unterm Strich geben sie damit nicht weniger Geld aus», so Schädler. Zudem hat er den Eindruck: Geschenke werden mit mehr Bedacht gekauft - und so wird nach den Feiertagen weniger umgetauscht als früher. «Die Leute sprechen sich besser ab. Vielleicht sind hier gerade auch Männer sensibler geworden, weil sie inzwischen selbst mehr Wert auf Mode legen als früher», vermutet der Juwelier.

In Sonthofen zeigt sich der Handel ebenso zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft: «Sehr gut» lautet die erste Bilanz von Hubert Timmermann, Vize-Vorsitzender der Leistungsgemeinschaft ASS (Attraktive Stadt Sonthofen). «Auch bei uns im Möbelhaus war die Frequenz recht gut; die Wirtschaftskrise ist im Einzelhandel zum Glück nicht angekommen», so seine Einschätzung.

Timmermann verweist auf den 21. März: Der verkaufsoffene Sonntag in Sonthofen steht dann unter dem Motto «Gesund und fit».

«Erst zwischen den Jahren»

In Oberstdorf ist das Weihnachtsgeschäft nach Einschätzung von Gustl Stempfle, Vorsitzender des Vereins «Oberstdorf aktiv», recht gut verlaufen. Er verweist aber darauf: Voll sei der Tourismusort seit dem 25. Dezember - richtig los gehe das Geschäft eigentlich erst zwischen den Jahren. Nächster wichtiger Termin: die Oberstdorfer Eiszeit am 21. Februar. Wie schon im Vorjahr werden beim verkaufsoffenen Sonntag in Oberstdorf Künstlergruppen aus Schneeblöcken Eisskulpturen fertigen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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