Allgäu
Kuhmilch: Nicht jeder verträgt sie

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Die Milch machts für viele Bauern nicht mehr - zumindest finanziell. Der niedrige Milchpreis sorgt für eine katastrophale wirtschaftliche Lage auf vielen Höfen. In dieser Situation wollen die Landwirtschaftsämter der Region und der Verein «Regio Allgäu» die Bauern unterstützen und initiierten die Allgäuer Herbstmilchwochen. Diese Image-Werbung für die Milch soll vor allem Verbrauchern deutlich machen, welche hochwertigen Lebensmittel Landwirte produzieren.

Kuhmilchallergie ist nicht gleich Laktoseintoleranz. Beide Unverträglichkeiten werden zwar oft verwechselt, sagt Rosa-Maria Naderer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten (AELF). «Es handelt sich dabei jedoch um zwei völlig verschiedene Krankheitsbilder.»

Die Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) etwa «beruht auf einer verringerten oder fehlenden Aktivität des Verdauungsenzyms Laktase», erklärt Naderer. Dieses Protein spaltet im Dünndarm den Milchzucker auf. Ist seine Funktion gestört, gelangt unverdauter Milchzucker in den Dickdarm und führt dort zu Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und Durchfällen. Ob bei solchen Symptomen tatsächlich eine Laktoseintoleranz vorliegt sollte im Einzelfall aber ein Arzt klären, so Naderer.

Wer unter einer Kuhmilchallergie leidet, reagiert nicht auf Milchzucker, sondern auf Milcheiweiß, eines der häufigsten Allergene. Diese Unverträglichkeit zeigt sich laut Naderer meist schon im Säuglings- und Kleinkindalter, häufig schon beim ersten Kontakt mit Milcheiweiß. Eine Laktoseintoleranz dagegen entwickelt sich oft erst mit zunehmendem Alter.

Zu den Symptomen bei einer Kuhmilchallergie zählen Hautreaktionen, Neurodermitis und Reaktionen des Bronchialsystems. «Diagnose und Behandlung dieser Allergie gehören unbedingt in die Hand eines Facharztes», sagt Naderer. Dieser kann genau feststellen, auf welche Eiweißart der Betroffene allergisch reagiert, denn danach richtet sich die Therapie.

Je nach Stärke der Allergie vertragen manche Menschen erhitzte oder sehr fettreiche Milchprodukte. Oft müssen Allergiker aber, so die AELF-Mitarbeiterin, auf alle milcheiweißhaltigen Lebensmittel verzichten. Und das sind einige - nämlich unter anderem Backwaren, Süßigkeiten, Suppen, Soßen, sogar Fleischwaren. Seit 2007 müssen Milch- und Milchbestandteile auf der Zutatenliste verpackter Lebensmittel angegeben werden.

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