Künstlerhaus: Weitere Gespräche nötig

Marktoberdorf | sg | Die Zukunft des Marktoberdorfer Künstlerhauses ist derzeit Gesprächsstoff nicht nur in Marktoberdorf, sondern weit darüber hinaus. Eine Finanzierungslücke ist nach wie vor nicht geschlossen. Alle Beteiligten - Stadt, Kunstverein, Stiftung und Förderverein - bekunden ihr Bestreben, bald eine Lösung herbeizuführen. 'Ich denke, es wird einen Weg geben', sagt Bürgermeister Werner Himmer. Ihm liege viel am Künstlerhaus. Inzwischen liege eine sehr detaillierte Aufstellung über Kosten und Ertrag des Künstlerhauses vor. Es hätten in jüngster Zeit zwei Gespräche stattgefunden.

Denn eine Ausstellung wurde aus Geldmangel bereits abgesagt (wir berichteten). Franz Schmid, der die Künstlerhaus-Stiftung vor zehn Jahren gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Weinmüller ins Leben gerufen hatte, zeigte sich nicht mehr bereit, Finanzierungslücken - wie schon so oft - mit Geld aus seiner Privatbörse zu schließen. Seither fanden bereits zwei Gespräche von Mitgliedern des Stiftungsrates mit Bürgermeister Werner Himmer - der ebenfalls zum Stiftungsrat gehört - statt auf der Suche nach einer Lösung. Am 12. Dezember trifft sich Bürgermeister Werner Himmer mit den Fraktionssprechern im Stadtrat, um erneut über Wege der Finanzierung zu sprechen.

Bereits bei der Jahresversammlung des Kunstvereins Marktoberdorf im April hatte Schmid darauf hingewiesen, dass der Vertrag mit der Künstlerhaus-Leiterin Birgit Höppl 2008 auslaufe. In seinem Bericht über die Kunst- und Kulturstiftung hatte Schmid als Stifungsvorsitzender gefordert, dass 'der Stadtrat rechtzeitig ein eindeutiges Bekenntnis zur Fortsetzung der ausgezeichneten Arbeit im Künstlerhaus mit Birgit Höppl' abgibt.

Im Juli befasste sich der Stadtrat mit dem Thema: Die Mehrheit sprach sich dafür aus, der Stiftung eine Million Euro aus dem Emmi-Fendt-Erbe zur Verfügung zu stellen, aus dem laufenden Zinsertrag sollte der Betrieb des Hauses finanziert werden. Das sei nicht ausreichend, meint Franz Schmid. Der Bedarf liege höher als die erwarteten 40 000 bis 50 000 Euro im Jahr.

Wer zahlt was: alle Posten liegen jetzt auf dem Tisch

Inzwischen liegen alle Posten auf dem Tisch, die für den Betrieb des Hauses nötig sind. Diese Auflistung dient bei der Besprechung der Fraktionsführer im Stadtrat als Grundlage erneuter Überlegungen.

'Wenn wir alle zusammenhelfen, werden wir einen Weg finden', ist Erna Bittner zuversichtlich, die seit April Vorsitzende des Kunstvereins ist und ebenfalls Mitglied des Stiftungsrates. 'Wir arbeiten stark darauf hin, dass uns Birgit Höppl erhalten bleibt.' Wichtig sei nun, Planungssicherheit für den Betrieb des Künstlerhauses zu schaffen. 'Es wäre für Marktoberdorf ein Armutszeugnis, wenn das Haus schließen müsste.' Man dürfe bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass bislang vieles über Sponsoren abgedeckt worden sei. Auf weitere Gespräche setzt auch der Vorsitzendes des Fördervereins Künstlerhaus, Jürgen Schwarz.

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