Stadtbibliothek
Kritische Stimmen zu möglichem Umbau der Kemptener Stadtbibliothek

Die Diskussion um die Zukunft ihrer Stadtbibliothek wird die Kemptener noch eine Weile beschäftigen. Vorstellungen für eine Bücherei, wie sie in fünf oder sechs Jahren aussehen könnte, wurden nun erneut im Kulturausschuss erörtert. Dabei ging es diesmal vor allem um ein Konzept, das ohne zusätzlichen Anbau in der Orangerie umgesetzt werden könnte. Die Meinungen dazu waren kontrovers.

Nimmt man das Dachgeschoss hinzu, könnte die Stellfläche für Bücher, Zeitschriften, DVD, Spiele und vieles mehr um rund drei Viertel erhöht werden. Die Planung dazu hat das Architekturbüro Maucher und Höß entworfen.

Zwei Aufzüge würden einen Zugang zu allen Etagen ermöglichen. Kein Platz bliebe allerdings für ein Café. Ein Teil der Medien müsste ausgelagert werden. Zwischen 4,3 und 5,3 Millionen Euro werden für den Umbau grob veranschlagt.

Für Kulturbeauftragte Hildegard Greiter (CSU) wäre diese Variante zu kurz gesprungen: 'Ich möchte eine zukunftsorientierte Bücherei – das ist es für mich nicht.'

Es gebe weiter keine getrennten Zonen für Leser und Arbeitsgruppen. Und im Hinterkopf müsse man immer noch die Kosten für einen möglichen Anbau behalten. Auch ihre Parteikollegin Claudia Dress vermisste 'einen Masterplan in Richtung zu etwas Innovativem mit neuen Abläufen'.

Ein Café oder zusätzliche Publikumsangebote wären auch für Lothar Köster (SPD) wünschenswert: 'Vorträge und Leseangebote werden wir in dieser Bücherei nicht optimieren können'. Sibylle Knott (Freie Wähler) sah es als 'kritisch' an, wenn Besucher auf einen Teil der Bücher einen Tag warten müssten, wenn sie ausgelagert wären.

Mit Andreas Kibler (CSU) stimmte sie überein, dass man den Marstall nicht aus dem Rennen um den künftigen Bibliotheksstandort nehmen sollte. Michael Hofer (ÖDP) hörte indes vielfach den Wunsch, die Bücherei in der Orangerie zu belassen: 'Es muss vielleicht auch nicht der Idealzustand angestrebt werden.'

Die Diskussion soll nun zunächst in den Fraktionen fortgesetzt werden. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer fasste zusammen, dass der Marstall sicher den meisten Platz biete, aber man noch kein Konzept habe für dort nicht benötigte Flächen.

Mit einem Anbau an die Orangerie ließen sich ebenfalls viele Wünsche erfüllen. Der bloße Umbau des Gebäudes führe nur zum Teil zu einer besseren Bücherei. Allerdings stellte er die Frage, ob ein Café unabdingbar sei, nachdem man in unmittelbarer Nähe durchaus Kaffee trinken könne.

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