Kritik an die Bahn AG soll gebündelt werden

Oberallgäu | sme | Langwierige Verfahren, schleppende Kommunikation mit der Bahn AG, Baumängel an den Bahnhöfen und unnütz verbautes Geld: Solche Anliegen und Beschwerden haben Oberallgäuer Kommunen reichlich. Landrat Gebhard Kaiser will sie künftig in seinem Amt bündeln und 'im Paket' an die Bahn weiterleiten.

Das ist das Ergebnis eines 'Bahnhofsgesprächs', zu dem der Vorsitzende des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben und Landtagsabgeordnete Alfons Zeller, Bürgermeister aus der Region, Landtagsabgeordnete und Vertreter der Bahn nach Immenstadt geladen hatte. Dabei ging es unter anderem um den Zustand der Bahnhöfe und die Erhöhung der Bahnsteige sowie um die Übernahme von Serviceleistungen durch die Kommunen. Kaiser will in der Abteilung für Öffentlichen Personennahverkehr im Landratsamt nun eine zentrale Anlaufstellen einrichten.

300 Millionen Euro Investition

Bis zum Jahr 2011 investiert die Bahn 300 Millionen Euro in ihr 'Bahnhofsprojekt'. Mittlerweile seien alle Gelder verplant, sagte Regionalbereichsleiter Günther Pichler. Damit die Anliegen der Kommunen im neuen Finanzplan ab 2012 berücksichtigt werden können, werde jetzt bereits eine erste Bestandsaufnahme gemacht. 'Auch wenn der laufende Etat bereits verplant ist, wird es doch hoffentlich noch möglich sein, kleine Projekte für wenig Geld umzusetzen', meinte der Landtagsabgeordnete Eberhard Rotter.

Dass die Situation an den Bahnhöfen in der Region verbessert werden müsse, betonte auch Zeller. Das sei wichtig für die Touristen und für die Einheimischen, die die Bahn nutzten. Allerdings müssten die Gemeinden und die Bahn dabei eng zusammenarbeiten. 'Sonst geht das nicht.' So könnten Serviceleistungen wie das Schneeräumen gegen Entgelt von den Kommunen übernommen werden.

Ein Kritikpunkt in der Diskussion war das Neigetechnik-Projekt, das lange geplant, aber nie umgesetzt wurde (wir berichteten). Das Gesamtvolumen des Projekts sei letztlich doch zu umfangreich gewesen, erklärte Ministerialrat Michael Beger, der im Wirtschaftsministerium unter anderem für den Bereich Eisenbahnwesen zuständig ist. Allerdings soll das Gesamtprojekt doch noch in Einzelschritten angegangen werden. So soll die südliche Strecke von Ulm nach Oberstdorf aufgewertet werden.

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