Festabend
«Kreuzthaler Bürgerstiftung Kulturlandschaft Adelegg» gegründet - Stall und Molkerei geplant

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Drei Jahre Vorarbeit tragen nun Früchte: Die «Kreuzthaler Bürgerstiftung Kulturlandschaft Adelegg» ist anerkannt, der Stiftungsrat gegründet, der dreiköpfige Vorstand bestimmt und das Gründungskapital von 50000 Euro auf dem Konto. Der Vorstand der Stiftung soll sich nun in erster Linie um Bau und Betrieb eines Ziegenstalls mit großer Käserei, Gästehaus und Ferienhütten kümmern. Ziel ist, im Kreuzthal eine nachhaltige Landwirtschaft und einen sanften Tourismus zu etablieren, hieß es am Mittwochabend bei einem Festabend zur Stiftungsgründung im Gasthof Kreuz in Kreuzthal.

Was halten die Kreuzthaler von der Idee? «Das ist lebenswichtig fürs Kreuzthal, in meinen Augen eine richtige Investition in die Zukunft,» sagt Klaus Zürn (53). Wally Schad hofft und wünscht sich, dass die Idee umgesetzt wird. «Wenn man sich einig ist, dann wird daraus auch was,» ist die 78-Jährige überzeugt.

Auf der Suche nach Stiftern

Kritisch wurden die Planungen allerdings im örtlichen Mitteilungsblatt «Kreuzthaler Nachrichten», für das Volker Fieber verantwortlich zeichnet, betrachtet. Dort ist auch von Investitionen von bis zu einer Million Euro die Rede.

Dazu sagte Oliver Post, im Vorstand des Adelegg-Vereins und Motor der Bürgerstiftung: «Wir haben gerechnet, nicht spekuliert, und sind auf Gesamtkosten für Stall, Molkerei und Grundstück von 730 000 Euro gekommen.» Familie Simon (Firma Dachser in Kempten) bringe das Grundstück ein, es gebe eine staatliche Stallbauförderung, Spendenzusagen und eine Kreditaufnahme, die sich dann über die Verpachtung des Hofs und der Molkerei decken soll. «Die Finanzierungslücke von rund 280000 Euro werden wir durch Sponsoren decken.» Der sechsköpfige Stiftungsrat und der Vorstand wollen die kommenden Monate potenzielle Stifter ansprechen.

50000 Euro Gründungskapital für die Stiftung (das Geld darf nicht angetastet werden) haben 46 Kreuzthaler Bürger gegeben. «Sie haben Großartiges für Ihre Heimat geleistet,» rief stellvertretender Landrat Anton Klotz aus. Der Landkreis Oberallgäu unterstütze das Ziel, eine nachhaltige und naturverträgliche Landwirtschaft zu installieren und einer «Schwarzwaldisierung» der Adelegg entgegen zu steuern. Auch Isny unterstützt diesen Plan der Landschaftspflege, betonte Bürgermeister Rainer Magenreuter.

Zunächst, so Buchenbergs Rathauschef Toni Barth, sei er gar nicht so sicher gewesen, ob sich das von Oliver Post angestoßene Projekt auch umsetzen lasse. Heute ist er offenbar davon überzeugt, denn Barth sitzt dem am Mittwoch gewählten Stiftungsrat vor. Das Ziegen-Projekt samt Molkerei hält Gerhard Hock vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten für richtig: «Man muss heute etwas Besonderes bieten.

» Persönlich glaubt er, dass eine Bio-Region Oberallgäu gute Möglichkeiten bieten würde, sich in einem geeinten Europa am Markt abzusetzen. Die Bio-Milch von 100 bis 150 Ziegen soll im Kreuzthal in Flaschen abgefüllt und über die Fenebergmarke «von hier» vertrieben werden. Geht alles glatt, wird der Bio-Ziegenhof im Herbst 2012 eröffnet.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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