Marktoberdorf / Kempten
Kreisel am Schillenberg angedacht

Die Umgehung Marktoberdorf-Bertoldshofen war in den vergangenen Tagen Thema eines Gesprächs zwischen Stadt Marktoberdorf und Staatlichem Bauamt. «In konstruktiver Atmosphäre», so Bürgermeister Werner Himmer, gab es einige neue Ideen. Konkrete Vereinbarungen zu Punkten, in denen die Ansichten von Stadt und Straßenbauern auseinandergehen, erzielte man noch nicht. Hier sollen über den Sommer weitere Gespräche folgen. Die Zusammenkunft in Kempten kam auf Anregung der Regierung von Schwaben im Planfeststellungsverfahren für die Umgehung Marktoberdorf-Bertoldshofen zustande.

Anbindung Burk: - Wichtiger Punkt war die Anbindung des Ortsteils Burk an Bertoldshofen. Ursprünglich war ein 3,5 Meter breiter Schotterweg geplant. Schon beim Erörterungstermin zeigte sich, dass der Weg asphaltiert werden soll. Denn der Tunnel östlich von Bertoldshofen wird für Traktoren und Fahrräder gesperrt. Deren Fahrer müssen daher den neuen Weg benutzen. Ebenso wünschen sich die Burker einen breiteren Weg, auf dem man ohne Umweg ins Dorf gelangt.

Diskussionsstand bei dem Gespräch in Kempten war nun: Der Weg soll bis zu 5 Meter breit ausgebaut und asphaltiert werden. Eine Lösung, für die Wolfgang Kühnl vom Landratsamt auch als Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde Zustimmung signalisierte.

Schillenberg: Weiterer Knackpunkt ist die Anbindung der Füssener Straße in Marktoberdorf an die B16 neu. Diese soll (von Füssen kommend) in einer weiten Kurve nördlich von Schillenberg zur Lindenallee im Osten abschwenken. Die Stadt wünscht sich eine Anbindung ans Zentrum ohne Kreuzung. Das Straßenbauamt setzt aber auf Abbiegespuren. Als Kompromiss wurde nun über einen Kreisverkehr diskutiert. Entsprechende Pläne, so Abteilungsleiter Josef Merk, prüfe das Straßenbauamt.

Straßenunterhalt: Noch offen blieb die Frage, wer nach Bau der Umgehung für den Unterhalt der jetzigen Bundesstraßen im Stadtzentrum zuständig ist. Letztlich geht es darum, ob Staat, Stadt oder Landkreis für Winterdienst und Reparaturen zahlen müssen.

Position von Stadt und Landkreis: Sowohl die Verbindungen vom Schillenberg durchs Zentrum zum Altdorfer Kreisel als auch vom Zentrum zur B12-Auffahrt Geisenried sollen in der Baulast des Staates bleiben. Der Staat hingegen signalisierte nur die Bereitschaft, die Staatsstraße von Seeg kommend über den Hochwieskreisel hinaus bis zum Altdorfer Kreisel fortzuführen und die Baulast zu übernehmen.

Wichtiger ist es der Stadt aber, die Verbindung zur B12 bei Geisenried beim Staat zu belassen. Denn auf der Kaufbeurener Straße sieht Himmer bessere Möglichkeiten, durch eigene Zuständigkeit den Verkehr neu zu sortieren. Angedacht ist dort beispielsweise eine Nordspange, um den Lkw-Verkehr mit einer Verlängerung der Gewerbestraße zum Micheletal zu leiten.

Verkehrsgutachter gefragt

Hier sollen sich die Verkehrsgutachter von Stadt und Staat zusammensetzen. Sie werden abgleichen, ob es sich bei dem Verkehr auf diesen Trassen eher um örtlichen oder überörtlichen Verkehr handelt. Dies spielt bei der Einstufung eine Rolle. Zudem wird das Staatliche Bauamt diese Frage auch mit den übergeordneten Behörden abstimmen.

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