Erfolg
Kreisblasorchester Ostallgäu gewinnt Wettbewerb

Der Jubel kannte keine Grenzen. «Es gibt nur ein Stefan Reggel», hallte es durch das Bamberger Konzerthaus mit der gleichen Melodie, mit der man einst die Erfolge des Fußball-Nationaltrainers Rudi Völler besang. Das Kreisblasorchester Ostallgäu, das Reggel dirigiert, hatte beim Deutschen Wettbewerb für Auswahlorchester in Bamberg für eine Sensation gesorgt und in der Kategorie A (Kreis- oder Bezirksorchester) vor elf Mitbewerbern aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen den Sieg errungen.

Reggels Mindestziel war damit natürlich weit übertroffen. «Ich will nicht letzter werden», hatte der gebürtige Germaringer noch am Tag zuvor nach einer recht zäh verlaufenden Generalprobe gesagt. Aber mahnende Worte gegenüber den Musikerinnen und Musikern sowie der Hinweis auf die besondere Wettbewerbs-Situation verfehlten ihre Wirkung offenbar nicht.

Einen Tag vor der Fahrt nach Bamberg hatte die 76-köpfige Truppe das Wettbewerbsprogramm im Rahmen eines Konzerts im Schwangauer Kurhaus präsentiert: die viel bejubelte Auftragskomposition «Ein Märchenschloss» von Guido Rennert und die spektakuläre Bearbeitung von Cristobal Halffters «Tiento del primer tono y batalla imperial». Der 1930 geborene Spanier mit deutschen Wurzeln konfrontiert hier zwei spanische Barockmelodien mit zeitgenössischen Spieltechniken wie beispielsweise Aleatorik, wo es gerade nicht auf exaktes Zusammenspiel mit anderen Musikern ankommt.

Schon kurz nach dem Beginn von Rennerts Stück in Bamberg schloss der belgische Komponist André Waignein, der zusammen mit dem Saarländer Bernhard Stopp und dem bayerischen Landesdirigenten Dieter Böck in der Jury saß, die Partitur und hörte nur noch genießend zu. Insider deuteten diese nicht selten vorkommende Geste als positives Zeichen. Der Erfolg des Kreisblasorchesters wird auch durch die Tatsache unterstrichen, dass es zwei renommierte Konkurrenten - das Verbandsjugendorchester Karlsruhe und das Sinfonische Blasorchester Vorspessart - auf die Plätze zwei und drei verweisen konnte. (job)

 

Stefan Reggel

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