Telefonhotline zu Corona-Impfungen
Kreisauskunftsbüro (KAB) unterstützt Impfzentren tatkräftig

Caroline Merkle gehört zum Team des KAB und half bei der Bewältigung der vielen Anrufe bei der Oberallgäuer Impfhotline tatkräftig mit.
  • Caroline Merkle gehört zum Team des KAB und half bei der Bewältigung der vielen Anrufe bei der Oberallgäuer Impfhotline tatkräftig mit.
  • Foto: Manfred Drexler
  • hochgeladen von Eileen Schwaninger

Wer sich für eine Corona-Impfung vormerken lassen möchte, kann sich unter https://impfzentren.bayern/ selbst online registrieren. Bürgerinnen und Bürger, die diesen Online-Service nicht nutzen können oder möchten, haben darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Registrierung telefonisch bei der Corona-Impfhotline vornehmen zu lassen. Diese ist montags bis freitags von 8 Uhr früh bis 16 Uhr nachmittags besetzt. Die ehrenamtlich aktiven Mitglieder des Kreisauskunftsbüros (KAB), ein Fachdienst der Bereitschaften im BRK Oberallgäu, leisteten dort gerade über mehrere Wochen Unterstützung, um den Ansturm zu bewältigen.

„Viele Menschen, vor allem ältere, möchten oder können sich nicht online für einen Impftermin gegen das Corona-Virus vormerken lassen“, erklärt Manfred Drexler, der Leiter des Kreisauskunftsbüros. „Um die Hunderte von Anrufen so rasch wie möglich entgegennehmen zu können, halfen die Mitglieder unseres Dienstes in der heißen Anfangsphase bei der Hotline aus. Vier Wochen lang nahmen sie die Namen und alle relevanten Daten der Impfwilligen auf, die dann zeitnah von anderer Stelle über ihren individuellen Impftermin informiert wurden oder noch werden.“

Die Impfhotline stellte eine situationsbedingte Erweiterung der Kernaufgaben des KAB dar. „Unsere Hauptaufgabe besteht darin, bei sogenannten Großschadenslagen oder Katastrophen im Allgäu die Helfer, Patienten und evakuierten Personen zu registrieren. So kann jederzeit nachvollzogen werden, wer sich wo aufhält. Wir sind geschult, in solch einem Unglücksfall auch die Anrufe von Polizei, Feuerwehr, Landratsamt, Stadt oder besorgten Angehörigen entgegenzunehmen.“ Große Einsätze, bei denen dieses Wissen zum Einsatz kam, waren beispielsweise das Pfingsthochwasser 1999, eine Schießerei in einem Allgäuer Regionalzug 2014 oder eine Massenkarambolage auf der A7 im Unterallgäu im Jahr 2015.

Das nötige Know-how für ihre Tätigkeit erlangen die Mitglieder im Rahmen der KAB-Ausbildung. Diese findet in Schwabmünchen statt und dauert vier Wochenenden. „Der Aufwand ist insgesamt überschaubar“, findet Manfred Drexler, der seit mehr als 40 Jahren Rettungssanitäter beim BRK ist und das Kreisauskunftsbüro seit 2019 leitet. „Außerhalb von Corona findet monatlich ein Treffen statt, bei dem die Abläufe geübt werden. Manchmal fahren wir auch mit einer Schnell-Einsatz-Gruppe zu einem Einsatz, um ein Gespür für die realen Bedingungen zu bekommen“, so der 67-Jährige.

Die Arbeit in dem Dienst sei geeignet für Menschen jeden Alters, betont er. Voraussetzungen seien lediglich, gerne mit Telefon, PC und Karteikarten zu arbeiten. „Unser jüngstes Mitglied ist 21, unser ältestes 95. Seit 2019 sind neun neue Mitglieder hinzugekommen. Darunter war eine Dame Anfang 70, die früher Sekretärin war und gerne weiterhin etwas tun wollte. Sie war zunächst unsicher, ob sie in ihrem Alter überhaupt mitmachen könnte – da kann ich nur sagen: Herzlich gerne!“ Auch sie habe mit vollem Elan und großer Freude in der Hotline des Impfzentrums mitgearbeitet.

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