Antrag
Kreis-Bauausschuss will über Tonnage-Beschränkung für Heising noch nicht entscheiden

'Wenn wir das anfangen, reißen wir Tür und Tor auf', warnte CSU-Kreisrat Josef Geiger (Oberstdorf) im Kreis-Bauausschuss. In dem Antrag der Gemeinde Lauben, die Kreisstraße durch Heising für Lastwagen ab 3,5 Tonnen Gewicht zu sperren, sieht Geiger einen kritischen Präzedenzfall.

Anders Laubens Bürgermeister Berthold Ziegler: "Es ist eine Katastrophe, was bei uns Tag für Tag durchrollt."Die Sperrung soll für den Durchgangsverkehr gelten, nicht aber für örtliche Betriebe ("Anlieger frei").

8082 Kraftfahrzeuge pro Tag rollten 2010 auf der Kreisstraße durch Heising. Der Schwerverkehr: 498 Fahrzeuge. Im September 2011 seien es 807 Lastwagen pro Tag gewesen und jetzt noch mehr, sagte Ziegler. Der Grund für die starke Zunahme in Heising: Offenbar wollen Firmen Maut sparen und lassen ihre Fahrzeuge bei Dietmannsried von der Autobahn ab- und über Heising nach Kempten weiterfahren.

Problem ist für Ziegler neben der Anzahl an Lastwagen auch die Breite der Straße. Die Laster kämen teils nur in Maßarbeit aneinander vorbei. 'Die Zahlen sprechen für eine Tonnage-Beschränkung', unterstützte Laubens Altbürgermeister Hans Kerber (ÖDP) den Antrag.

Für Landrat Gebhard Kaiser wäre eine Umgehungsstraße die Lösung. Der Kreis sei bereit zu bauen, bräuchte dafür aber Grundstücke. Doch die hat die Kommune nicht, verdeutlichte Ziegler.

Eine Entscheidung über den Antrag fällte der Ausschuss nicht. Kaiser nannte die Sperrung einer Kreisstraße für den Schwerlastverkehr ein schwieriges, genau zu prüfendes Thema. Nötig sei eine Verkehrszählung, die auflistet, wo Fahrzeuge herkommen und wo sie hinwollen.

Dann müsse man über Lösungswege am runden Tisch mit Gemeinde, Stadt Kempten, Polizei, Autobahndirektion, Bezirksregierung und anderen beraten. Dazu gehören für Kreisrat Geiger auch die Unternehmer, weil sich das Problem vielleicht durch deren Entgegenkommen auch so lösen lasse.

Ähnlich Wildpoldsrieds Rathauschef Arno Zengerle: Wegen der Unvernunft der Firmen dürfe man nicht die nächste Unvernunft begehen und sollte auf jeden Fall mit den Firmen sprechen.

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