Füssen / Ostallgäu
Kostenlos in den Bus, sicher über die Straße und endlich auf eine Alp

Große Verrenkungen müsse es beileibe nicht sein - es sind die kleinen Dinge, die der älteren Generation den Alltag erleichtern und das Leben angenehmer machen: Das ist das Fazit der jüngsten Aktion unserer Zeitung. Welche Wünsche, welche Anregungen haben Sie?, wollte die Allgäuer Zeitung von Ihren älteren Lesern wissen - und erhielt auf diese Fragen zahlreiche Zuschriften.

Ein zentrales Thema dabei: der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV). «Warum gibt es für Senioren über 80 Jahre keine freie Fahrt in den Bussen?», klagt etwa eine Leserin aus Füssen. «In der dunklen Jahreszeit kann man nicht mehr so lange Radeln oder mit dem Auto fahren.»

Eine gute Fahrgelegenheit zum Friedhof oder «einmal zur Abwechslung» ins Hopfener Dreieck wünscht sich eine andere AZ-Leserin. Die ältere Dame ergänzt, dass es derlei Angebote durchaus gebe - allerdings nur wenn die Bürgermeisterwahl anstehe

Konkrete Vorschläge macht auch Gerhard Jouvenal aus Füssen. Sein Wunsch: «Ein behindertengerechter Kleinbus, der alle Stadtteile anfährt, und mit dem man auch die Einkaufsstätten am Stadtrand erreicht.

» Dieser Bus - er sollte idealerweise im Stundentakt verkehren - würde Senioren auch Spaziergänge an Hopfen- oder Weißensee ermöglichen. Wichtig seien zudem sichere Übergänge (etwa Zebrastreifen) an Kreisverkehren, seniorengerechtes Pflaster auf Gehwegen und behindertengerechte Zugänge zu Arztpraxen. Lobenswert findet er, «dass Apotheken Arzneimittel frei Haus liefern».

«Eine große Freude wäre es, wenn man Rentnern ab einem gewissen Alter die sehr hohe Parkgebühr erlassen würde», regt ein Leser aus Schwangau an. Dann könnte man sich öfters mit anderen treffen - bislang bleibe für die Tasse Kaffee mitunter kein Geld mehr.

«Durch mein Alter und meine Behinderung komme ich nicht auf eine Alp», schreibt Irene Nicolini aus Füssen. Ihre Anfrage an einige Alpen, mit dem Fahrzeug anfahren zu dürfen, blieben bislang ohne Erfolg, bedauert die Seniorin.

Dass Behinderte bei Konzerten im Füssener Fürstensaal nur den halben Preis bezahlen, hat Ursula Horn beeindruckt. Ein Dorn im Auge ist der 74-Jährigen aus See allerdings, dass sie bei Wanderungen, Diaabenden oder Schiffsfahrten mehr zahlen müsse als Kurkarten-Inhaber - und das als Schwerbehinderte. Gerecht fände sie eine Jahreskurkarte gegen eine geringe Gebühr, um Gäste und Einheimische gleichzustellen. Mehr Interesse und Verständnis für «uns Alte» wünscht sich eine andere Seniorin, die sich von Stadt, Vereinen und Kirche vernachlässigt fühlt. Ihr Herzenswunsch: «Ein Anruf oder eine Karte ab 75 Jahren zum Geburtstag - das müsste dank heutigen Datenerfassung möglich sein.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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