Pforzen
Kontroverses Farbenspiel

Auch über die farbliche Gestaltung der Ost-Fassade des Gebäudeteils zwischen Schule und Turnhalle sowie die Bodenbeläge in den neuen Räumen der Grundschule entstand bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Pforzen eine kontroverse Debatte. In Bezug auf die Fassade sprach Bürgermeister Hermann Heiß von einer «Entscheidung, an der man uns lange messen wird».

Architekt Günther Helmschrott stellte zur Gestaltung der Fassade drei Varianten zur Auswahl. Gemein war allen die großflächige Ausgestaltung mit Glas und maisgelben Rollos. Unterschiede machte er in der Farbgebung der Pfosten, Sprossen und Fensterrahmen. Für Letztgenannte wählte er Aluminium-Holz als Material. Für die Metallteile zwischen den Glasflächen hatte er ein kräftiges Blau, ein helles Grau oder ein dezentes Graugrün im Angebot. «Eine dezente Farbe wird uns später bei der weiteren Farbgebung nicht einengen», so Helmschrott. Bei der Abstimmung votierten Bürgermeister und Räte mehrheitlich für Grau-Grün.

Auf seiner Skizze hatte Helmschritt die östliche Giebelwand des Schulgebäudes mit einem grauen Holzschild verschalt. Der Vorschlag fand zwar weitgehende Zustimmung im Ratsgremium, abgestimmt wurde darüber aber noch nicht.

Zu den Räumlichkeiten, die neu auszustatten sind, gehören der Lehrertrakt, die Räume zur Mittagsbetreuung, ein Werknebenraum, Mehrzweckraum, Klassenzimmer sowie ein WC. Helmschrott bot als Bodenbeläge das kostengünstige PVC (30 Euro pro Quadratmeter), Kautschuk (40 Euro) und Industrie-Parkett (49 Euro) an. Vorgestellt hatte er sich die edleren Bodenbeläge Parkett oder Kautschuk - schon wegen der Giftstoffe, die bei PVC im Brandfall freigesetzt würden. Ausschlaggebend für den Mehrheitsbeschluss, alle Räume einheitlich mit Kautschuk zu belegen, war die Kostenfrage.

Lediglich der Werknebenraum wird mit Parkett versehen. An den Decken der neuen Räume werden Schall absorbierende Platten befestigt. Das WC wird in grau gehalten.

Diskutiert wurde im Rat auch über ein Stuhllager, eine Fluchttür für die Turnhalle sowie einen Schmink- und Umkleideraum für die Akteure der «Theaterkiste Pforzen-Leinau». Beschlossen wurde schließlich, die Stühle teilweise im Bauhof beziehungsweise in Teilbereichen der Umkleideräume zu lagern. Die Fluchttür wird in die Nordseite der Turnhalle eingebaut.

Was die Bedürfnisse der «Theaterkiste» angeht, ist der Gemeinderat bereit, eine bessere als die «Kellerlösung» anzubieten. Laut Heiß ist die Theater-Truppe gewillt, bei einer Verbesserung des Kellerraums im Untergeschoss zu verbleiben, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist.

Mit dem angedachten Anbau an der Ostseite der Turnhalle würde die Gemeinde «finanziell ein Fass aufmachen, das auch nur Zwischenlösung sein kann». Dem Vorschlag von Andreas Schafnitzel folgend, sollen sich die Schauspieler in den Räumen umkleiden und schminken können, wo teilweise auch Stühle gelagert werden.

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