Kontrollfreie Zeit neigt sich dem Ende zu

Oberallgäu (ell).Seit fast einem Jahr kommen Temposünder in drei Oberallgäuer Gemeinden unbestraft davon. Nachdem sich der Zweckverband kommunaler Verkehrsüberwachung nach einem Betrugsskandal aufgelöst hat, stehen Altusried, Dietmannsried und Wiggensbach ohne Geschwindigkeitskontrollen da. Das soll sich zumindest für Wiggensbach bald ändern: Abhilfe kommt von der Verkehrsüberwachung Kempten.

In Wiggensbach fanden Bürgermeister Heribert Guggenmos und seine Gemeinderäte schnell eine Lösung. Zumindest die Parksünder wurden schnell wieder kontrolliert. Dafür wurde eine Fachkraft engagiert, die regelmäßig auf Stundenbasis Parkhaus und Parkplätze überwacht. 'Radarfallen' stellen künftig in dem Markt Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung Kempten auf. Ein entsprechender Vertrag, in dem zwischen 50 und 80 Stunden im Jahr festgelegt werden, steht kurz vor dem Abschluss.

In Dietmannsried steht der Marktgemeinderat vor der Frage, wie der Verkehr künftig kontrolliert werden soll. Bislang gab es keinerlei Geschwindigkeitsüberwachung, sondern lediglich eine Tempo-Anzeige, erläutert Bürgermeister Hans-Peter Koch. Parksünder kamen seit der Auflösung des Zweckverbands ungeschoren davon. Vor allem aus technischen Gründen kann die Kemptener Verkehrsüberwachung in Dietmannsried keine Strafzettel ausstellen: 'Da würde zu viel Zeit verfahren, das können wir nicht leisten', bedauert Volker Reichle, Leiter des Kemptener Amts für Verkehrswesen.

In Altusried hoffen Bürgermeister Heribert Kammel und die Marktgemeinderäte auf einen neuen Zweckverband, der sich jetzt gegründet hat und sich auf den schwäbischen Bereich konzentriert. Mit Kempten konnte kein Vertrag abgeschlossen werden, weil die Altusrieder zu viele Jahresstunden an Geschwindigkeitskontrollen wollten: '150 hätten wir noch geschafft, aber für 400 reichen unsere Kapazitäten nicht', erklärt Reichle. In der nächsten Woche will sich Kammel vom neuen Zweckverband mit Sitz in Königsbrunn informieren lassen.

Neu ist eine Geschwindigkeitsüberwachung für Haldenwang. Dort haben Bürgermeister Anton Klotz und seine Gemeinderäte bis zu 100 Jahresstunden an Tempokontrollen mit der Kemptener Verkehrsüberwachung vereinbart. Ab Mitte dieses Jahres müssen Temposünder mit Radarfallen rechnen.

Schon seit 2004 wird in Lauben der fließende Verkehr von den Kemptenern überwacht. Dabei sind zwei Stunden Kontrolle pro Woche vereinbart, erläutert Bürgermeister Berthold Ziegler. Wie in allen Fällen dieser Zusammenarbeit verwendet die Verkehrsüberwachung dabei die Briefköpfe der jeweiligen Gemeinden und kassiert die Bußgelder.

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