Westendorf
Kontinuität, Zuversicht und eine neue Tribüne

Wie sagt der Volksmund so schön: «Nichts Genaues weiß man nicht.» Passender könnte man die alljährliche Situation vor dem Beginn der Ringer-Bundesligen nicht beschreiben. Da wird munter umgruppiert, wie immer verabschieden sich Vereine, die sich finanziell übernommen haben. Und bei den verbliebenen Teams weiß keiner, welcher der vielen Sportler auf den Kaderlisten jemals zum Einsatz kommt. Somit steht vor dem ersten Kampf des TSV Westendorf beim SRC Viernheim morgen um 19.30 Uhr in der zweiten Bundesliga fest: «Es wird wie immer eine Überraschung sein, wie stark die einzelnen Mannschaften sind», sagt Co-Trainer Bernd Nothelfer.

Zusammen mit dem zweiten Co-Trainer Philipp Heiß betreut er die Westendorfer bei den ersten beiden Auswärtskämpfen. Pünktlich zum ersten Heimkampf am 4. September ist Cheftrainer Bernhard Hofmann nach den Flitterwochen wieder zurück. Aber seine Stellvertreter wollen ihn nicht mit leeren Händen empfangen. «Das Duell gegen den hoch motivierten Aufsteiger ist gleich zu Beginn ziemlich knackig. Aber ich bin optimistisch, dass wir uns in diesem harten Kampf durchsetzen», sagt Nothelfer.

Weil sich der SV Untergriesbach auf eigenen Antrag in die Nordliga umgruppieren ließ, ist der TSV der letzte bayerische Verein in der Südgruppe. Nach dem Aufstieg von Musberg, Abstieg von Linzgau-Taisersdorf und dem Rückzug von Schorndorf und Aichhalden wurden fünf Plätze frei. Da Saarbrücken kurzfristig zurückzog, werden aber nur vier davon besetzt.

Viernheim und Spiesen-Elversberg sind Aufsteiger, Hausen-Zell ist Absteiger aus der ersten Liga, und Hüttigweiler wurde umgruppiert (geografische Lage der Gegner siehe Infografik).

Egal, wie die Gegner auch heißen, das Ziel des TSV bleibt dasselbe: «Das ist ganz klar der Klassenerhalt. Wenn alles passt, streben wir einen Mittelfeldplatz an», sagt Vorsitzender Xaver Steiner. Die sogenannten Experten sehen Westendorf wie immer als heißen Abstiegskandidaten, doch das ficht niemanden an. «Wir haben eine kampfstarke Mannschaft, die immer für Überraschungen gut ist. Wir haben keine Lückenbüßer in einzelnen Gewichtsklassen, und so ist jeder Ringer für Punkte gut», sagt der zweite Vorsitzende Hubert Heiß.

Ein wichtiges Teil im Puzzle war die Verpflichtung des Ungarn György Rizmajer. Auch wenn die zweite Liga für den 19-Jährigen noch Neuland ist, trauen die Verantwortlichen ihm einiges zu. «Wir sind froh, dass wir so einen jungen, hungrigen Mann bekommen haben, der sich hier für die erste Liga empfehlen will», sagt Heiß. Ansonsten gibt es keine Änderungen im Kader. Die Riesentalente aus dem eigenen Nachwuchs blieben alle, ebenso wie die Stars Ali Shenol und Micheil Tsikovani, die kaum Kämpfe verloren haben - und natürlich Philipp Heiß, der nun schon seit mehr als zwei Jahren in der Liga unbesiegt ist. «Dank unserer exzellenten Nachwuchsarbeit und der Kontinuität im Kader ist das Team noch stabiler. Anders kannst du in der super starken zweiten Liga Süd nicht bestehen», sagt Abteilungsleiter Georg Steiner.

Wegen einer Regeländerung des Verbands gibt es beim TSV einige Verschiebungen in den Gewichtsklassen (siehe Infokasten). So dürfen die Athleten in den Bundesligen nun in allen Gewichtsklassen zwei Kilogramm mehr auf die Waage bringen. Ein Ringer, der in der Klasse bis 55 kg antritt, darf beispielsweise 57 kg wiegen. Die Regelung wurde eingeführt, damit die Spitzenringer während der Punktrunde auch in den Klassen ringen können, in denen sie bei internationalen Turnieren antreten, und dafür nicht «abkochen» müssen.

Mehr Komfort

Eine Neuerung gibt es auch in der «TSV-Arena»: Um den älteren Zuschauern mehr Komfort zu bieten, wurde eine zusätzliche Tribüne mit 80 Sitzplätzen angeschafft, die einen Wert von rund 4000 Euro hat. Durch Eigenleistung und Sponsoren entstanden für den TSV erheblich weniger Kosten. «Damit haben wir die Situation für unsere Zuschauer deutlich verbessert. Wir hoffen, dass bei jedem Kampf die Halle rappelvoll ist», sagt Xaver Steiner.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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