Marktoberdorf
Konsolidierung zeigt Wirkung

Der vor acht Jahren eingeschlagene Konsolidierungskurs der Wohnbaugenossenschaft (WBG) Marktoberdorf zeigt Wirkung: Die Eigenkapitalquote steigt, die Schulden sinken und die Modernisierung des Wohnungsbestandes kann wie geplant weiterlaufen. Trotz Verbindlichkeiten von 13,5 Millionen Euro schrieb die WBG auch im Geschäftsjahr 2008 wieder schwarze Zahlen. Mit einer auf 2,1 Millionen Euro angewachsenen Eigenkapitalquote im Rücken kann die WBG heuer rund 460000 Euro in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Mietwohnungen investieren.

Keine nennenswerte Ausschüttung an Dividenden

Eine Dividendenausschüttung in nennenswerter Höhe lässt der relativ bescheidene operative Gewinn von 77000 Euro (in diesem Jahr sollen es gut 100000 Euro werden) aber nicht zu, betonte WBG-Geschäftsführer Herbert Mesch bei der Generalversammlung im Modeon. Indirekt profitieren werden die rund 900 Genossenschaftsmitglieder dafür von der neuen, komplett modernisierten Satzung: Mit der Erhöhung der gesetzlichen Rücklagen auf das Niveau der Einlagen verbessert sich die Sicherheit der WBG-Anteilseigner. Da künftig rund 750000 Euro auf die hohe Kante gelegt werden müssen, entsteht «eine Art Einlagen Sicherungsfonds» (Mesch) für die einbezahlten Geschäftsanteile.

Ziemlich unbeeindruckt zeigt sich die WBG von der Wirtschafts- und Finanzkrise. Dass Herbert Mesch «keine ernsthaften Gefahren» auf die Genossenschaft zukommen sieht, hat seine Gründe: Nach wie vor lassen sich die modernisierten Wohnungen des rund 400 Mietobjekte umfassenden Bestandes ohne Probleme vermieten, Wohnungen mit altem Standard gehen schlechter weg.

Doch die sollen nach und nach verschwinden. Zweifel hat Mesch allerdings, ob sich die momentan äußerst niedrige Fluktuationsrate der Mieter auf Dauer wird halten lassen.

Turnusgemäße Wahlen Formsache

Die turnusgemäß angesetzten Neuwahlen eines Vorstands und zweier Aufsichtsratsmitglieder der Wohnbaugenossenschaft blieben reine Formsache: Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer etwa wurde in seiner Funktion als Vorstandsmitglied bestätigt, obwohl er selbst an der Versammlung nicht teilnehmen konnte. Wiedergewählt wurden die beiden Aufsichtsräte Mathias Wendt und David Blömeke.

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