Special Wirtschaft im Allgäu SPECIAL

Probstried
Komplette Wohnanlage energetisch saniert

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Steigende Heizölpreise können die Eigentümer und Mieter einer Wohnanlage in Probstried künftig kalt lassen. Statt mit Öl werden die 52 Wohnungen in der Ringstraße 1-5 sowie in der Grüntenstraße 5 nun mit Holzpellets und Sonnenenergie beheizt. Neben dem Austausch der Heizung wurden die Mehrfamilienhäuser auch komplett energetisch saniert. Mit Gästen und einem Tag der offenen Tür feierte die Hausgemeinschaft das «bayernweit einmalige Projekt».

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 650000 Euro. Davon dürfen die Eigentümer 49000 Euro an staatlichen Fördergeldern abziehen. Zins und Tilgung für die Darlehen könnten allein durch die über 50-prozentige Einsparung der Heizkosten aufgebracht werden, rechnete Alfons Renn von der Firma Rennergy vor. Die Umrüstung auf Pellets und Solar in dieser Größenordnung sei bayernweit einmalig. Man habe ein Konzept verwirklicht, «das viele Nachahmer finden sollte», meinte der Vorstandsvorsitzende. Möglich sei so etwas nur mit einer starken Hausgemeinschaft, die an einem Strang ziehe.

Verwalter Peter Kuisl sprach von einem zukunftsweisenden Schritt. Anlass sei der desolate Zustand der 19 Jahre alten Heizung gewesen. Ein enormer Heizölverbrauch und die stetig steigenden Preise hätten die Wende signalisiert. Auf der Suche nach Alternativen habe man sich auf eine umfangreiche Recherche gemacht. «Vordrucke aus der Schublade gab es ja noch nicht», so Kuisl. Insbesondere galt es, an günstige Darlehen und Fördergelder zu kommen. Nach vier Eigentümerversammlungen war das neuartige Sanierungskonzept beschlossene Sache. Innerhalb von sechs Monaten wurden die Heizanlage ausgetauscht, die Fenster erneuert, die Kellerdecke gedämmt, das Dach saniert und Solarmodule aufgebracht.

Vorbildliche Sanierung

Vorbildlich nannte stellvertretender Landrat Anton Klotz die energetische Sanierung der 52 Wohnungen: «Die stete Verteuerung der fossilen Energien sollten wir nicht beklagen, sondern als Chance zum Umsteigen nutzen.» Bürgermeister Hans-Peter Koch sprach von einem Modellprojekt. Zwar seien alle öffentlichen Gebäude der Gemeinde inzwischen mit Solaranlagen ausgestattet; eine 50-prozentige Einsparung der Heizkosten, wie es jetzt in Probstried der Fall sei, habe man bisher jedoch nicht erreichen können.

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