Buchloe
Kolpingfamilie feiert 100. Geburtstag

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Die Kolpingsfamilie Buchloe hat Grund zum Feiern: 100 Jahre alt ist sie geworden und gestern sie zum Festgottesdienst und Familientag ein. Begleitet von der Stadtkapelle und vielen Fahnenabordnungen, bewegte sich ein langer Kirchenzug vom Kolpinghaus zur Stadtpfarrkirche.

«Wir feiern heute ein Fest», sagte Vorsitzende Rosalia Walter. Und dennoch war Trauer zu spüren, äußerlich sichtbar an den vielen Trauerbändern. Eine zusätzliche Kerze brannte auf dem Altar - es war die Taufkerze des siebenjährigen Julian, dessen plötzlicher Tod die Festvorbereitungen überschattet hatte. Leben und Tod, Freude und Leid seien nicht trennbar, sagte Walter. Hier im Gotteshaus habe alles seinen Platz. Man brauche nichts ausklammern, denn alles «gehört hier her». Im Eingangslied, gesungen vom Kolpingchor, habe man bekannt: «Einer hat uns angesteckt mit der Flamme der Liebe». Vor dem Einen würde man jetzt stehen, gemeinsam in Freud und Leid.

Man fühle sich verbunden mit all den Menschen, die sich in der 100-jährigen Kolpingsfamilie von ihm anstecken ließen und die darauf vertrauten, nicht in Zufalls Hand, sondern in «seiner Hand» zu leben und zu sterben.

Den Gottesdienst zelebrierte der ehemalige Diözesanpräses Josef Hosp zusammen mit Stadtpfarrer Reinhold Lappat, den eng mit der Kolpingsfamilie verbundenen Priestern Wilhelm Schmid und Siegfried Fackler, Pater Roman Löschinger, Präses Michael Zeitler und Diakon Peter Oelkrug.

In der Festpredigt ging Präses Hosp auf Worte Adolph Kolpings ein, die dessen ganzes Leben und Wirken bestimmt hätten: «Erst will ich mich bestreben, Mensch zu sein; der Wahrheit ein Zeuge, dem Mitmenschen ein Bruder.» Damit liege «unser seliger Gründer ganz in der Spur Jesu», denn im Credo der Messe heiße es: «Homo factus est» - Er ist Mensch geworden.

Auch wir seien in der Spur Jesu, wenn wir uns wie Adolph Kolping bestreben, «Mensch zu sein». Die Menschwerdung des Menschen sei noch nicht abgeschlossen. Es gebe noch einiges zu tun.

Die Gabenbereitung gestalteten die Kolping-Mitglieder sehr individuell. Etwa so: «Ich bringe diese Perücke als Zeichen für die Freude, die wir im Theater und Fasching erleben und weitergeben. Hilf uns, dass man uns anmerkt, dass unsere Freude in dir begründet ist.»

Wie schon in der Urkirche üblich, segnete Hosp die Speisen für ein besonders Festmahl, die Agape. Stadtpfarrer Lappat bedankte sich abschließend für die «Würze», die die Kolpingsfamilie ins Leben gebracht habe. Mit dem gemeinsamen «Agape» und dem Familiennachmittag klangen die Festlichkeiten aus.

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