Buchloe
Kolpingbühne wirbt im Kino für ihr Stück

Die Buchloer Kolpingbühne geht neue Wege: Ab Oktober bewirbt sie ihr neues Stück «Romeo und Julia» mit einem Film - zu sehen im Kino Türkheim und im Video-Portal «Youtube». Acht Stunden drehte Regisseur Steffen Gruber Anfang August mit den Hauptdarstellern des Stücks: Lukas Dempf (Romeo, 16 Jahre), Julia Melchert (Julia, 20) und Niels Gerhardt (Tybalt, 17). Herausgekommen ist ein einminütiger Streifen, der augenzwinkernd, aber auch teilweise brutal auf das Stück neugierig machen soll.

«Wie groß der Werbewert wirklich ist, wird sich zeigen», so Regisseur Manfred Dempf. Zusätzlich will die Kolpingbühne ihr neues Stück auf herkömmliche Art und Weise bewerben: mit Plakaten, Flyern oder Annoncen. Doch nicht nur die Werbung beschäftigt Dempf und seine Mitstreiter derzeit: Sämtliche Schauspieler stecken noch mitten in der Probearbeit, damit zur Premiere am 31. Oktober alles passt. Gespielt wird den ganzen November über an den Wochenenden (weiterer Bericht folg).

Überwiegend junge Darsteller

Mit «Romeo und Julia» hat Dempf sich selbst und auch der Kolping-Vorsitzenden Rosalia Walter einen Wunsch erfüllt. «Zum 100-jährigen Bestehen der Kolpingfamilie in Buchloe wollte sie einmal etwas Anderes, etwas Besonderes», verrät Dempf. Und da fiel ihm sofort «Romeo und Julia» ein - ein Theaterstück, das ihn seit zwölf Jahren verfolgt, als er es am Münchner Nationaltheater gesehen hatte.

Die Schauspieler waren schnell gefunden. «Jeder durfte alles probieren und dann schauten wir, wer für welche Rolle am besten passt.» Überwiegend junge Darsteller sind es diesmal, die im Spätherbst auf der Kolping-Theaterbühne zum Teil ihr Debut geben werden.

Doch auch bekannte Gesichter werden die Buchloer wieder zu sehen bekommen. «Die Eltern von Romeo und Julia müssen ja auch gespielt werden», meint Dempf schmunzelnd. Er selbst gibt - wie im richtigen Leben auch - den Vater des Romeo.

Die Sprache der Shakespeare-Tragödie aus dem Jahr 1597 orientiert sich zwar noch immer an der alten Schlegelschen Übersetzung, jedoch hat Dempf die Handlung «ins Heute übersetzt» und vor allem die Monologe und kleineren Szenen stark gekürzt. «Die erste Hälfte ist deshalb eher eine Teenager-Komödie, nach den Morden wird es aber zum Drama», verrät der Regisseur.

Und er hofft, mit seiner Inszenierung diesmal auch jüngeres Publikum anzulocken. «Allein durch die Darsteller werden sie kommen», ist er optimistisch.

Und mit noch einer Neuerung wartet die Kolpingbühne diesmal auf: Der Filmmusik-Student Matthias Preisinger aus Türkheim hat für «Romeo und Julia» eigens eine Bühnenmusik komponiert. Dempf: «Da kommt viel Stimmung rüber.»

Karten gibt es ab Oktober bei Karlheinz Nusser, Telefon 08241/6363. Der Werbeclip zu «Romeo und Julia» ist auf www.youtube.com im Internet zu sehen. Am schnellsten findet man den Trailer, wenn man die Suchbegiffe «Romeo und Julia und Kolping» eingibt. Der genaue Link lautet: www.youtube.com/watch?v=ulcG4KngDSI

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