Füssen
Königsgala ein Volltreffer

Ein Volltreffer war die Königsgala im bis auf den letzten Platz besetzten Festspielhaus. Die Lieblinge des Füssener Publikums Janet Chvatal, Marc Gremm und Bruno Grassini begeisterten zusammen mit Uwe Kröger, dem zurzeit wohl bekanntesten Musicalstar Deutschlands, ihre Zuhörer mit einem Feuerwerk mitreißender Melodien. Alle zeigten prächtige Laune: die Musicalfreunde, die Fans von «Ludwig²» und die Fans von Uwe Kröger. In heiter beschwingter Atmosphäre wurde die Gala zu einer gemeinsamen freudigen Vorgeburtstagsfeier für den Bayernkönig. Der Wunsch Janet Chvatals, die im Vorjahr ins Leben gerufene Königsgala noch zu «toppen», wurde sicher erfüllt.

In verschiedenen Szenen, die mit dem reichhaltigen Fundus der Kulissen des Festspielhauses prächtig illustriert wurden, lief das Geschehen ab. Melodien aus «Mozart», «Die Schöne und das Biest», «Tanz der Vampire» und «Secret Garden» erfüllten die Gartenszene. Janet Chvatal brachte die lyrischen Facetten ihres Soprans besonders schön im Duett «How could I ever know» zur Geltung und das, obwohl die Einspielungen zu stark dosiert waren. Mit kraftvoller Stimme gestaltete Marc Gremm Kroloks «Unstillbare Gier». Uwe Kröger spielte die Stärken seines Rocktenors, seiner Mimik, seiner Bewegung und seiner ausgeprägten Artikulation als Biest aus. Hervorragend eingestellt waren vor der Kulisse des Operntheaters Janet Chvatal und Marc Gremm bei den Beiträgen aus «Phantom der Oper».

Ein Genuss war die Barszene, bei der Kröger den schleimig-zynischen Gigolo Joe Gillis aus dem «Sunset Boulevard» nicht besser hätte darstellen können und als besonderes Schmankerl noch den legendären «Goldfinger» draufsetzte. Mit Emphase setzte der quirlige Bruno Grassini seinen voluminösen Bass beim hymnischen Gesang «Anthem» aus «Chess» ein. Das Publikum sang vor der Pause noch kräftig mit in «Ich war noch niemals in New York» von Udo Jürgens.

Frenetischer Applaus war vorprogrammiert, als die drei Füssener Musicalstars die bekannten Arien «Rosenkavaliere», «Schwarze Schatten» und «Kalte Sterne» aus dem «Museum Ludwig²» erklingen ließen. Die Entschlossenheit Javerts (Les Miserables) beim Schwur zum Stern drückte Krüger gut mit markiger Stimme aus. Mitreißend ist sein Gestaltungswille beim Song «Die Fäden in der Hand» aus dem aktuellen Musical «Rudolf».

Grassini ließ mit «Dies ist die Stunde» aus Jekyll & Hyde aufhorchen. Ganz in ihrem Element waren Chvatal und Gremm in der Szene vor dem See mit den Liedern aus Elisabeth «Nichts ist schwer» und «Ich gehör nur mir». Krögers Darbietung der «Letzte Tanz» machte verständlich, weshalb er mit der Rolle des Todes in Elisabeth seinen internationalen Durchbruch schaffte. Es gab viele Blumen für die Darsteller und richtig gelöst ging es in die Zugabe «Aber bitte mit Sahne». Das Finale «Ludwig²» bildete den triumphalen Schluss. Grenzenloser Beifall erhob sich, als der Ludwig-Darsteller Gremm in den See ging, um symbolisch wieder aufzutauchen.

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