Special Fasching im Allgäu SPECIAL

Weiler
König Mario I. regiert in Weiler

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Machtwechsel in der Marktgemeinde: Weiler hat einen neuen König. Ab sofort sitzt König Mario I. auf dem Thron und leitet die Geschicke. Zwar nicht die des ganzen Dorfes, aber immerhin die des Sportvereins. Den Faschingsumzug gestern nutzten die Leibestüchtigen der SV Weiler, um dem gemeinen Volk ihren neuen Vorsitzenden zu präsentieren: Mario Sinz hat kürzlich Xaver Fink abgelöst, der fast 30 Jahre lang den Verein geprägt hatte. Der neue starke Mann ließ es sich deshalb nicht nehmen, sich höchstpersönlich mit Krone, Zepter und Mantel ausstaffiert durch die Straßen seines sportlichen Reiches kutschieren zu lassen. «Wir mussten allerdings einiges an Überzeugungsarbeit leisten - mithilfe dieses Tranks», verriet einer aus seinem Fußvolk und deutete verschwörerisch auf eine Flasche Gerstensaft.

Besser hätte es Petrus nicht meinen können mit den 20 Gruppen, die sich zu einem bunten Gaudiwurm formierten und begleitet von allerlei Musik, Bonbons, Konfetti und strahlendem Sonnenschein sich selbst und den Fasching feierten. Echte Pferde und eine mächtige mobile Burg hatten gleich zu Beginn die Kreuzritter vom Reitverein dabei, gefolgt von den Zauberern des Kindergarten, die mit ihren schwarzen Spitzhüten (und begleitet von ihren Eltern) die wohl größte Gruppe an diesem Nachmittag stellten.

Vor den Augen mehrerer hundert Zuschauer - die meisten davon nicht minder fantasievoll bekleidet - nahmen die Umzugsteilnehmer natürlich wieder das andere oder andere lokale und globale Ereignis auf die Schippe: Zwei unerkannte Mitglieder der Feuerwehr bedauerten den Weggang von Radsport Greiner nach Lindenberg und boten sich selbst als mobile Pannenhilfe bei Plattfüßen an.

Die Turnerfrauen ließen sich als kranke Ferkel («Bleib mir von der Rippe, ich hab Schweinegrippe») unter anderem von Kreiskämmerer Erwin Feurle durch den Ort treiben - medizinisch bestens betreut von Ehrenbürger und Altbürgermeister Heribert Riedmüller. Dem Wintersport frönte die Landjugend beim «Abbrechschi 2010», wobei sie mit einer Art Schneekanone munter geschredderte Papierschnipsel in die Zuschauermenge feuerte.

Fußballer als Olympioniken

Und auch Olympia durfte nicht fehlen bei dem vom Sportverein organisierten Umzug. «Wir haben den Schnee, Kanada nicht», proklamierten die Fußballer und schlugen vor, die Winterspiele doch nach Weiler zu verlegen mit Langlaufen im Eschweid und Skispringen am Goißebuckel.

Zum Aprés Ski ging es für sie «natürlich zu Udo» in ihr Vereinsheim, wo wie in zahlreichen anderen örtlichen Gaststätten bis in die Nacht hinein ordentlich gefeiert, getrunken, getanzt und gelacht wurde. Dem neuen König dürfte das mit Sicherheit gefallen haben.

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