Kempten / Oberallgäu
Klinikum Kempten-Oberallgäu will Komfort für Patientenverbessern

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Die Patienten bestmöglich zu betreuen ist oberstes Ziel im Klinikum Kempten-Oberallgäu. Das sogenannte Qualitätsmanagement regelt dazu die Kriterien, nach denen sich die Mitarbeiter richten. Im Rahmen dieses Qualitätsmanagements wurde jetzt laut Klinik-Geschäftsführer Michael Schuler ein neues Konzept zur Verbesserung der Patientensicherheit eingeführt. Zudem gibt es Verbesserungen am Krankenbett:

l Sicherheitscheck: Das neue Patientensicherheitskonzept, das bis Ende des Jahres in allen Abteilungen eingeführt wird, soll eine zusätzliche Sicherheit gerade bei Operationen sein. OP-Manager Dr. Herbert Huber: «Wir versuchen Fehler oder Risiken in der Patientenversorgung anhand von Checklisten zu verhindern». Wie das funktioniert? Bevor bei einem Patienten die Narkose eingeleitet wird, muss das Narkoseteam eine Checkliste zur Identifikation (Name und Geburtsdatum) überprüfen. Der Patient muss bestätigen, welche OP bei ihm durchgeführt wird. Das Narkoseteam überprüft nochmals die zu operierende Stelle, die zuvor bereits vom Operateur markiert wurde. Bei älteren oder verwirrten Patienten übernehmen den Sicherheitschef Schwestern, Pfleger und OP-Team gemeinsam. Das neue Konzept, betont Klinik-Chef Schuler, sei nicht etwa auf einen klinischen Fall zurückzuführen.

Es sei vielmehr ganz gezielt eine zusätzliche Sicherheit, denn «ein Fehler im OP ist ein Fehler zu viel.»

l Telefon: Mit der Beauftragung der Firma Siemens für die Telefonanlage ist jetzt ein leidiges Thema beendet: Die ständige Kritik an den langen Telefonnummern und die hohen Gebühren. Denn seit Anfang des Montags können Patienten wieder über die ganz normale Kliniknummer angewählt werden. Telefonieren aus dem Klinikum wurde billiger: Die Patienten können zum ortsüblichen Tarif (0,9 Cent pro Minute) nach außen Gespräche führen. Und es soll noch besser werden: Ab Jahresende gibt es die Wahl zwischen verschiedenen Telefontarifen.

l Fernsehen und Internet: Was bisher nur in zwei Bettenhäusern möglich ist, soll künftig für alle Abteilungen gelten: Jeder Patient soll seinen eigenen Fernseher am Bett bekommen - und zwar wie bisher auch ohne Gebühren. Zahlen muss lediglich, wer das Zusatzpaket «Sky- (früher Premiere-) Fernsehen bucht. Wer auch im Krankenbett nicht auf seinen Laptop verzichten will, kann künftig auf allen Stationen im Internet surfen.

Laut Geschäftsführer Schuler ist damit auch die mobile Patientenkarte einsetzbar. Dann können die Ärzte mit Laptop ans Krankenbett und dort Röntgenbilder und Diagnosen direkt dem Patienten vorführen.

Kleiner Wermutstropfen: Fernsehen am Bett und Internet wird es nur in der Robert-Weixler-Klinik geben. Da die Memminger Klinik im Zuge der Einhäusigkeit 2010 nach oben zieht, bleibt hier alles beim Alten.

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