Kliniken
Kliniken-Verwaltungsrat regelt, dass Patienten bei den Spezialisten ankommen

Von einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre spricht Landrat Johann Fleschhut mit Blick auf die jüngste Verwaltungsratssitzung des Kommunalunternehmens Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren (KU) in Marktoberdorf. Fleschhut übernahm zum Jahreswechsel turnusgemäß den Vorsitz von Kaufbeurens OB Stefan Bosse. In der ersten Sitzung unter seiner Federführung gab es einige Beschlüsse, die die Umstrukturierung der fünf Standorte konkretisieren. Dabei halte man am Konzept der Unternehmensberatung Kienbaum fest, so Fleschhut. Zusätzlich werden neue Ideen geprüft.

Dies gilt beispielsweise für den Vorschlag, in Marktoberdorf nicht nur eine geriatrische Reha anzusiedeln, sondern auch die Akutgeriatrie. Bei der 50. Verwaltungsratssitzung seit der Gründung des KU 2007 sprach sich eine sehr deutliche Mehrheit für einen Fortbestand des gemeinsamen Unternehmens von Stadt und Landkreis aus, berichtet Fleschhut.

Ein einstimmiges Ergebnis gab es aber nicht. Damit stellen sich die Vertreter von Kreistag und Kaufbeurer Stadtrat gegen das Bürgerbegehren, das einen Austritt des Kreises aus dem Verbund anstrebt.

Die nun gefassten Beschlüsse setzen die Struktur um, die 2011 im Verwaltungsrat beschlossen wurde. In Füssen betrifft dies unter anderem die Stärkung der Gynäkologie und Geburtshilfe. Die Innere Medizin wird ab April durch einen Linksherzkathetermessplatz aufgewertet. Hinzu kommt ein Computertomograf.

Festgelegt wurde zudem, die geriatrische Rehabilitation aus Füssen abzuziehen. Endgültig soll diese zentrale Abteilung – unter Federführung eines neuen Partners – im bald leer stehenden Bettentrakt der Marktoberdorfer Klinik Platz finden.

Da dafür Umbauten nötig sind, wird eine zeitweise Verlagerung nach Obergünzburg geprüft. In Marktoberdorf soll ab Februar das ambulante OP-Zentrum für das gesamte KU in Betrieb gehen. Dort werden alle geplanten ambulanten Operationen konzentriert.

Fleschhut sieht Buchloe auf einem guten Weg zum gemeinsamen Darmzentrum mit Kaufbeuren. Die Medizintechnik im nördlichen Standort soll durch einen Computertomografen modernisiert werden. Zudem bleibt St. Josef ein Haus der Grund- und Regelversorgung.

Zum 1. Februar wandelt sich Obergünzburg zum Endoprothetikzentrum, das überörtlich Patienten anziehen soll. Die internistische Betreuung der Patienten sei gewährleistet, betont Fleschhut.

Damit die Behandlung der Patienten dort erfolgt, wo die Planer die Schwerpunkte sehen, fasste der Verwaltungsrat einen grundlegenden Beschluss: Unternehmensintern ist verbindlich geregelt, dass verlagerbare Operationen an die Zentren gehen. Dies sei im Interesse der Patienten, heißt es von Fleschhut. Denn dadurch erfolge die Behandlung beim Spezialisten.

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