Sanierung
Kliniken im Ostallgäu droht radikaler Umbau

Defizite in Millionenhöhe erbringen seit Jahren die fünf Kliniken in Kaufbeuren und im Ostallgäu. Deshalb engagierte der Verwaltungsrat die renommierte Unternehmensberatung Kienbaum zur nötigen Sanierung. Diese präsentierte nun vier verschiedene Konzepte. Zwei sollen bis Ende Mai genauer untersucht werden. Die erste Variante beinhaltet die Schließung des Marktoberdorfer Krankenhauses.

Bei der zweiten Variante blieben alle fünf Kliniken in Füssen, Obergünzburg, Marktoberdorf, Kaufbeuren und Buchloe bestehen, müssten aber deutlich umstrukturiert werden.

Durch die Schließung des Marktoberdorfer Krankenhauses wären «bereits in kurzer Zeit und nachhaltig deutlich positive Jahresergebnisse erreichbar», heißt es in einer Pressemitteilung der Kliniken. Ob dieses Vorhaben in der Ostallgäuer Kreisstadt allerdings politisch durchsetzbar wäre, bleibt offen. Doch auch bei der zweiten Variante drohen Marktoberdorf nach Informationen unserer Zeitung harte Einschnitte. Diskutiert wird, ob die Geriatrie von Füssen nach Marktoberdorf umzieht. Zudem soll die Kreisstadt-Klinik zum ambulanten OP-Zentrum werden. Allerdings verlöre es das bekannte Wundzentrum, das wegen der besseren Verkehrsanbindung nach Buchloe verlegt, und die Urologie, die in Kaufbeuren konzentriert werden soll. In Füssen steht offensichtlich die Geburtshilfe vor dem Aus. In Obergünzburg zentralisiert werden soll die Endoprothetik (Einsatz von künstlichen Gelenken), die es bisher an allen Kliniken gibt.

Vor einer Entscheidung will der Verwaltungsrat wissen, wie sich das Konzept auf die wohnortnahe Grundversorgung im Landkreis auswirkt. Betriebsbedingte Kündigungen seien bei beiden Varianten nicht vorgesehen, heißt es in der Mitteilung. Die Konzepte sollen nun mit den Betroffenen diskutiert werden, bevor es am 26. Mai zur Abstimmung kommt.

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